Entspannter durch die Übernahme: Judith Geiß und Claudia Homberg geben 30-Sekunden-Tipps gegen Stress im Büro.

 

 

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Inhalt / Links zu dieser Episode:

Heute spricht Judith Geiß im Übernahme als Chance Podcast mit Claudia Homberg darüber, wie es gelingen kann, dass man entspannt(er) durch die Übernahme kommt und dabei letztendlich auch sich und sein Umfeld stärken kann.

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https://thebridge-online.com​

Wem das Interview von Claudia Homberg und mir gefallen hat dem empfehle ich direkt weiterzuhören. Auch ich war bereits in ihrem Podcast zu Gast:
https://claudiahomberg.net/14-interview-mit-judith-geiss-inhaberin-von-the-bridge-consulting-training/

Weitere interessante Links:

Der Weg zur Übernahme-Formel: https://thebridge-online.com/uebernahme-formel/

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Herzliche Grüße und bis bald,

Ihre Judith Geiß


Transkript der Podcast-Folge:

Speaker: [00:00:00] Übernahme als Chance. Der Podcast von und mit Judith Geiß. Sie und Ihr Unternehmen sind von einer Übernahme betroffen? Dann sind Sie hier genau richtig. Judith Geiß, die Expertin für US-amerikanische Übernahmen im deutschsprachigen Raum, teilt mit Ihnen wertvolle Tipps und Tricks und zeigt Ihnen, wie Sie diese Veränderung für sich und Ihr Unternehmen nutzen können. Ganz nach dem Motto: take the chance

Judith Geiß: [00:00:24] Hallo und herzlich willkommen zur heutigen Episode des Uebernahme als Chance Podcast. Heute habe ich einen weiblichen Podcast-Gast bei mir im Studio. Ich habe eingeladen die Claudia Homberg. Claudia und ich, wir kennen uns schon seit vielen Jahren, kann man ja jetzt mittlerweile sagen. Wir haben uns, glaube ich, so 2017 oder 18 kennengelernt, was ja heute gefühlt ewig her ist, gerade wenn man das letzte Jahr sieht. Was hab ich jetzt gelesen? Das letzte Jahr war gefühlt 26 Monate lang. Ich weiß gar nicht, vielleicht war das sogar in einem deiner Posts. Aber nichtsdestotrotz, liebe Claudia, vielleicht magst du, außer dass wir uns schon länger kennen, ein bisschen was über dich erzählen zu beginnen.

Claudia Homberg: [00:01:04] Ja, sehr gerne. Ich freue mich, hier zu sein, liebe Judith, vielen Dank für die Einladung. Und ja, mein Name ist Claudia Homberg. Ich bin Life Balance und Business Coach. Ich bin auch Yogalehrerin. Und was bin ich noch alles? Existenzieller Coach, Trainerin, Autorin, Speakerin. Also eine ganze Menge. Meine Mission ist es, die Welt entspannter zu machen. Und dafür sag ich immer, ist mir jedes Mittel recht. Jedes Tool. Eine Ausbildung, die dazu führt, Menschen zu begleiten, vom Stress in die innere Stärke zu kommen und ganz entspannt erfolgreich zu sein. Dem widme ich meine Arbeit.

Entspannt durch die Übernahme – geht das?

Judith Geiß: [00:01:40] Und dazu passend ist das Thema unserer heutigen Folge: entspannt durch die Übernahme. Und da war spontan im Vorgespräch sozusagen meine Antwort drauf: geht nicht irgendwie. Und wir sind jetzt sozusagen angetreten, als Mini-Battle in dieser Episode vielleicht zu beweisen, dass es doch geht, auch wenn wir vielleicht manchmal denken, dass es nicht geht. Und da greifen wir auf die Expertise von Claudia zu, die selbst natürlich aus eigener Erfahrung auch schon herausfordernde Zeiten hat, aber natürlich in ihrem Kundenstamm oder Kundenkreis selbstverständlich den einen oder anderen begleitet hat. Vielleicht gebe ich da den Ball direkt an dich, liebe Claudia. Also du gehst auch davon aus, dass eine Übernahme entspannt sein kann. Vielleicht gibst du mir ein bisschen deine Sichtweise, weil ich denke so, es gibt Phasen, die entspannt sind, aber immer die ganze Zeit entspannt? Also viel, vielleicht auch Glaubenssatz. Aber vielleicht möchtest du deine Sicht mit uns teilen und dem einen oder anderen damit einen Impuls geben.

Claudia Homberg: [00:02:35] Sehr, sehr gerne liebe Judith, ich denke schon, dass eine Übernahme tatsächlich zu den Herausforderungen gehört, die einem im Leben so begegnen können. Und ich komme von dem Punkt, Balance ist nicht, das alles rosarot ist und alles immer schön und ich rede mir es schön oder ich rede immer nur und denke immer nur positiv. So soll es aus meiner Sicht nicht sein, sondern Balance im Leben bedeutet für mich, dieses Auf und Ab auf eine entspannte, aber ich sag mal bewegte Weise mitzugehen. Also wenn du dir vorstellst, es gab früher mal diese balance Spielchen mit so kleinen Figürchen, die man so auf eine Wippe setzt und die sind immer in so einer ganz subtilen Bewegung, um das Gewicht auszutarieren. Und das ist für mich Balance. Und das heißt, ich bekomme Herausforderungen vom Leben und wie ich darauf antworte, das liegt ja an mir. Also das ist mein Mindset, meine Haltung, die da mit reinspielt. Und so kann ich auch sehr gut durch herausfordernde Zeiten gehen, indem ich einfach immer wieder, sage ich mal, bei mir ankomme und versuche, meine innere Balance zu finden und die Antwort zu geben auf das, was im Außen gerade angefragt wird, sag ich immer.

Judith Geiß: [00:03:54] Das bedeutet letztendlich also, wenn ich das mal in meinen Worten zusammenfasse, dass man einfach innerlich gestärkt ist, um dann in den Herausforderungen auch zu bestehen. Also wenn ich jetzt mal diese ganze Corona-Thematik nehme. Also ich habe deutlich gemerkt, dass ich in den letzten Jahren viel zu diesen Themen gemacht habe. Das heißt nicht, dass ich das gar nicht spüre oder dass ich keinen Stress in der Zeit habe. Aber ich kam mir einfach gefestigter vor oder verwurzelter vor. Und natürlich wackelt man. Aber diese Phasen, in denen man wackelt, bis man wieder aufrecht steht, sind einfach kürzer.

Claudia Homberg: [00:04:26] Ganz genau. Das heißt wie gesagt nicht, dass es mich nicht auch manchmal aus der Kurve haut und ich denke, oh Gott, was für ein Tag oder so, aber du kommst schneller wieder zurück in eine stabile Position, weil du gelernt hast, einmal dich selbst wieder herauszuziehen aus so kleinen Tiefs oder auch aus größeren Tiefs. Und weil du die Tools kennst, in dieser inneren Kraft, in dieser inneren Balance zu sein und darauf zu antworten, was im Außen passiert auf eine gelassene, entspannte Weise. Und da kann das im Außen ganz schön hoch hergehen. Und es kann dich auch fordern, es kann dich auch beuteln. Und gleichzeitig haut es dich nicht sozusagen vom Sockel, sondern du bist gestärkt in allem, was passiert und fühlst dich natürlich auch wohler.

Der erste Schritt zu mehr Gelassenheit

Judith Geiß: [00:05:12] Und wenn jetzt jemand uns zuhört, der jetzt sagt, ja, aber was muss ich denn dafür tun, dass ich da gestärkter bin? Also vielleicht hast du da schon mal den einen oder anderen Tipp, wie man vielleicht mit kleinen Schritten und das war damals auch bei mir so mit kleinen Schritten erst einmal anfängt, bis man, sag ich jetzt mal, erstmal richtig glaubt, dass das funktioniert und dass es nicht was Neues ist, was jetzt jeder irgendwie machen muss und alle haben sich danach lieb, so in die Richtung.

Claudia Homberg: [00:05:37] Ja, das ist fatal. Ich denke, gerade wenn es zu so einem herausfordernden Einschnitt im Berufsleben kommt wie einer Übernahme, ist der erste Schritt und der wichtigste Schritt aus meiner Sicht erstmal annehmen, was ist. Und es klingt so einfach und so grundlegend. Und es ist aber wirklich ab da, wenn man sagt, okay, das ist jetzt so. Es ist jetzt so und ich bin gebeutelt und die anderen sind gebeutelt und alle sind genervt und gestresst. Aber es ist jetzt so und ich nehme es an. In dem Moment, wo du das wirklich kriegst, innerlich kriegst, dann merkst du, da entspannt sich was. Es ist jetzt so okay, auch mit diesem Corona-Thema. Es ist jetzt so. Radikal annehmen, was grad ist im Außen. Wir können es häufig nicht ändern. Das heißt nicht, wir können es nie und gar nicht ändern. Aber häufig können wir es zunächst einmal nicht ändern und dürfen annehmen, was ist, auch wenn wir es nicht gut finden. So und darüber passiert schon mal etwas. Darüber entspannt sich dein System, weil da passiert was im Unterbewusstsein, was einfach sagt, okay, wenn es jetzt so ist, dann ist es so. Dann kann ich erst mal loslassen und brauche nicht in diesem Flucht- oder Kampfmodus festzustecken.

Judith Geiß: [00:06:53] Der mich ja dann eigentlich auch noch mehr Kraft kostet. Das heißt, die Kraftlosigkeit oder diese Wehrlosigkeit, die ich spüre, dupliziert sich ja in Unmengen wenn ich dann noch in den Kampf oder die Verteidigung erstmal gehen muss. Also ich kann das aus meiner Zeit auch sehen, gerade wenn es so stressig in Projekten ist. Der Klassiker ist ja dann immer: tief durchatmen erstmal. Und da denkt man ja auch, wenn man das hört, wie soll ich jetzt ruhig durchatmen, hier ist jetzt hier wirklich viel los. Und dann macht man es oder geht einfach mal kurz vor die Tür und merkt so, ah, okay, da draußen ist noch eine Welt, da drin ist gar nicht das Schlimmste, was mir so passieren kann. Ja, aber ich wollte dich da gar nicht unterbrechen. Aber ich glaube, das ist das, was du auch sagen wolltest, dass diese Stärke dann einfach da ist.

Lieber ein Glas Wasser als einen Herzinfarkt

Claudia Homberg: [00:07:33] Absolut. Es braucht diese Momente, wie du es gerade beschrieben hast, in denen ich mich spüre, sag ich mal, in denen ich, ich nenns auch häufig andocken, bei mir in diesem kurzen Moment des Innehaltens auch mal rausgehen aus der Situation, wenn’s gerade nervt. Ans Fenster gehen, einmal tief durchatmen. Wobei, ich würde immer sagen ausatmen. Weil im Stress z.B. ist es so, dass wir immer viel mehr einatmen als ausatmen und dann irgendwann die ganzen Stoffe, die wir eigentlich ausatmen müssten, im Körper verbleiben. Das macht dann auch Kopfweh z.B.. Also wirklich ausatmen, erstmal ausatmen, auch gerne mal so richtig hörbar ausatmen. Das hilft schon unheimlich. Und ein halbes Glas Wasser trinken in kleinen Schlückchen, das kann dich vor einem Herzinfarkt bewahren. Also so ganz, ganz banal erst einmal, um rauszugehen, aus der akuten Notfallsituation erst mal rauszugehen. Auf irgendeine Weise zum Beispiel eben mit bis drei zählen oder ein Glas Wasser trinken.

Judith Geiß: [00:08:35] Wenn ich anderen das dann manchmal sage, jetzt geh mal einfach ne Runde um den Block oder so, da hab ich keine Zeit. Dafür hab ich keine Zeit. Und dann sag ich manchmal: aber du hast Zeit, mal kurz auf Toilette zu gehen. Also einfach mal gefühlt aus dieser Situation raus. Natürlich ist es nicht zu vergleichen, wie einmal um den Block zu gehen, aber es ist einfach nochmal, so je nachdem, wenn man jetzt im NLP ist, nennt man das Separator. Einfach mal kurz einen Cut. Und allein beim Laufen oder beim Was-anderes-Tun, ja, vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm. Und was ich immer wieder im Kopf habe, ist, wenn ich irgendwann mal alt bin, erinnere ich mich dann an diese Situationen. Und damit will ich das nicht kleinreden. Aber wenn dieser Stress so groß wird, dann braucht man einfach Mechanismen.

Claudia Homberg: [00:09:15] Unbedingt. Und was du beschreibst, ist genau dieser Punkt, die Perspektive wechseln, mal von oben drauf gucken, der Separator, wirklich rausgehen aus der Situation und von oben drauf gucken. Wie sehe ich die Situation? Wie würde ich die Situation in zehn Jahren sehen? Oder wenn ich alt bin? Würde es irgendeine Rolle spielen oder wäre das eher eine kleine Fußnote oder so? Das ist total wichtig.

Ein Gefühl für die eigene Wahlfreiheit zurückgewinnen

Judith Geiß: [00:09:38] Ja, ich glaube, hier an der Stelle ist mir nochmal ganz wichtig, weil ich das auch erlebe in der Praxis. Es ist nicht, um die Situation kleinzureden, sondern sie bewältigbar machen auf irgendeine Form und dann in einen Zustand zu kommen, ich glaube, das ist das, was du letztendlich ja auch sagst, dass ich dann wieder merke auch jetzt, okay, ich kann es nicht ändern. Vielleicht jetzt nicht, aber möchte ich es ändern? Und wo sind meine, also mein Hauptwort dafür ist immer Wahlfreiheit. Ja, auch in der Situation. Ich habe Freiheiten, ich spüre sie aber in dem Moment nicht.

Claudia Homberg: [00:10:09] Absolut. Absolut. Ja, um einfach handlungsfähig zu sein. Es geht nicht ums Schönreden und um die rosarote Brille. Und alles ist toll und super. Wir haben uns alle lieb. Darum geht’s nicht. Es gibt Situationen im Leben, die sind echt herausfordernd, überhaupt keine Frage. Und es darf auch mal, ich nenne das gerne, es darf auch mal 10 Minuten Abkotzen sein. Um das so ganz drastisch zu formulieren. Du darfst auch 10 Minuten dich hinsetzen und fluchen. Das ist vollkommen okay. Nur dann ist es wichtig, den Exit wiederzufinden. Weil wenn ich permanent im Jammern- und Fluchen-Modus bin, das ist total toxisch für mein System und ich komme dann auch nicht mehr raus. Also mal 10 Minuten zu sagen, was das für ein Mist ist, der mich da gerade belastet. Das ist okay. Aber dann rausgehen und sagen: Okay, aber es ist jetzt so. Was kann ich tun? Und dann die nächste Frage wäre, dann der nächste Schritt, wenn ich diesen Separator auf welche Weise auch immer eingesetzt habe, mich dann zu fragen: Okay, was kann ich gerade tun? Gerade in diesem Moment, um die Situation ein ganz kleines bisschen, also 0,1 Millimeter leichter zu machen. Und das hilft auch häufig, weil dann kommen manchmal auch ganz andere Sachen, dann ist es vielleicht okay. Ich mache jetzt mal zwei Minuten das Ding zu, den Computer zu. Klapp es zu. Mach’s aus. Oder ich rufe eine Freundin an. Drei Minuten. Oder schreib eine SMS an jemanden, an einen lieben Menschen. Einfach irgendetwas tun, was das gerade für dem Moment ein bisschen leichter macht. Das hilft, das stärkt.

Judith Geiß: [00:11:28] Und das hilft nicht nur einem selbst. Du hast es selbst gesagt, es ist toxisch für die Person selbst. Aber man denke jetzt mal an die Büros, wo man in der Regel ja nicht alleine sitzt. Also jeder von uns kennt immer jemand, der immer rum meckert. Und ganz ehrlich, ist der wirklich so auf der Top 1, wo du gerne hingehst, mit dem du gerne zu tun hast? Nein, hast du nicht. Du hältst Abstand. Was du aber gerade in dieser stressigen Zeit brauchst, ist ein Team oder ein Gefühl des Team, das zusammenhält. Und daher ist es eigentlich nicht so ratsam, wenn einer die ganze Zeit rum meckert und rumjammert, weil das Team ja gemeinsam eine Lösung arbeiten will. Und wie kann ich das, wenn ich dann so tief in meinem eigenen bin? Also ich tu nicht nur mir selbst einen Gefallen, weil aus der Erfahrung ist es so, dass wir uns selbst vielleicht nicht so gerne den Gefallen tun, aber vielleicht tun wir es für die anderen oder für die Familie. Wenn man nach Hause kommt und jeden Tag rum jammert ohne Ende und ich glaube, da tun wir deiner Mission, glaub ich, auch recht, zu sagen: Okay, wir wollen die Welt entspannter machen. Und wenn Papa oder Mama, sag ich jetzt mal, jeden Tag genervt von der Arbeit kommt, ist es auch für die Kinder nicht schön. Oder für die Frau, für den Partner, für die Freunde. Ach, jetzt nervt der ja schon wieder rum. Jeder von uns kennt denjenigen, der irgendwie schon seit Jahrzehnten gefühlt über seinen Arbeitgeber meckert und trotzdem dort bleibt. Das ist ein anderes Phänomen, da wollen wir nicht näher darauf eingehen. Aber ich fand es in der Konstellation einfach nochmal wichtig. Ich hab’s oft, wo ich dann denke: ja, aber ich kann auch hier rumgrummeln, wenn ich das will. Und dann denke ich mir immer ganz schnell: ja und dann? Was mache ich dann abends? Dann vergifte ich noch das Umfeld um mich herum damit. Und letztendlich helfen, so blöd wie es klingt, kann einem keiner, weil man selbst muss wieder in diese Handlungsmöglichkeiten kommen, um dann auch neue Entscheidungen treffen zu können.

Claudia Homberg: [00:13:11] Ein ganz wichtiger Punkt ist auch zu schauen, vielleicht gibt es etwas, was du gerade brauchst in der Situation und was du dir wünscht. Vielleicht ist es so etwas wie Zuversicht oder einfach nur Zuwendung. Und wenn du dann den Shift machst und sagst, okay, das hätte ich jetzt gerne. Ich gebe es gerade jemandem anders. Da passiert auch unglaublich viel, wenn ich einfach dann am nächsten Tag, weiß ich nicht, der Kollegin Blumen mitbringe, obwohl ich sie selber gerne bekommen hätte. Das ist aber eine Geste, die auch in dein Umfeld hinein wirkt. Und wenn du Freude hervorrufst bei jemandem anders, natürlich, das hebt auch deine Stimmung, das macht es einfacher und besser und wendet diese innere Vergiftung ein bisschen von uns ab, dieses toxische Umfeld und was uns dann so im Griff halten kann.

Judith Geiß: [00:13:56] Bei uns war das Mittel der Wahl dann immer eine Dose Haribo. Der, der herumgemosert hat oder so, durfte dann als Strafe wie auch immer Haribo mitbringen. Aber auch das ist so der Klassiker. Wenn man dann um diese Dosen z.B. rumeiert, weil nur noch die Sachen übrig sind, die keiner mehr mag und dann geht’s wirklich drum, okay, wer bringt jetzt den nächsten mit? Und natürlich ist es nur Haribo oder es ist mal was, wie Berliner vom Bäcker oder irgendwas, wo man dann einfach sagt, man macht wieder was gemeinsam und ist nicht nur so in diesem Problem drin. Und ja, es ist ein Problem. Es ist eine Herausforderung. Ich sage ja immer, es kann jeden treffen. Also es gibt viele, die es schon geschafft haben. Es gibt viele, die in der Situation auch entschieden haben, da mache ich nicht weiter damit. Das ganz unbenommen davon. Aber ich glaube, es ist für jeden wichtig, von innen heraus so stark zu sein. Das finde ich, wenn man dir folgt, was man auf verschiedenen Kanälen kann, finde ich das immer so deutlich, weil in dem Moment werde ich nochmal erinnert. Ach so, ja, da war ja was. Ich muss ja nicht so reagieren, wie jetzt irgendwie jeder reagiert. Ich kann ja einfach gerade mal nichts tun. Also auch diese Freiheit, sich zu nehmen, ich muss mal kurzzeitig gar nichts tun.

Claudia Homberg: [00:14:59] Genau. Ich merke, ich muss gar nix. Das finde ich auch ganz, ganz wichtig. Und immer wieder: du musst gar nix und du hast immer eine Wahl. Was immer gerade auch im Außen passiert, du hast immer eine Wahl und wenn’s die Wahl ist, eine eigene Haltung dazu zu finden und dich dafür zu entscheiden. Und das gibt dir auch das Gefühl zurück, dass du es in der Hand hast. Also auch bei einer Übernahme sind wir ja häufig, ohne dass ich die Erfahrung selbst gemacht habe, aber fühlst du dich häufig wie fremdbestimmt und Hamsterrad mäßig und alle anderen entscheiden. Aber du hast keine Handlungsfreiheit. Doch, hast du und du kannst immer wieder für dich wählen, wie du dem gegenübertreten möchtest. Du kannst dich entscheiden für deine innere Haltung. Du kannst dich entscheiden dafür, wie du damit umgehst. Und das gibt dir ein Stück dann auch das Gefühl, okay, ich kann doch was daran machen. Ich bin doch nicht machtlos und wehrlos und ich kann etwas tun. Und das lässt mich sofort ein Stückchen besser fühlen.

Wie eine halbe Minute das Leben verbessern kann

Judith Geiß: [00:16:12] Wenn jetzt wirklich jemand da ist, der mit dem ganzen Thema noch gar nichts zu tun hat oder noch nicht viel zu tun hatte, was würdest du ihm empfehlen, um da rein zu starten? Dieses Thema, muß ich gleich jeden Morgen eine Stunde Yoga machen, eine Stunde Meditation und dann noch Dankbarkeitstagebuch. Also da gibt’s ja alles Mögliche, was man angeblich dann muss. Und dann sind wir wieder gefühlt beim Muss. Was rätst du deinen Kundinnen und Kunden?

Claudia Homberg: [00:16:40] Also erst erstmal: du musst gar nix. Das finde ich total wichtig. Sondern vielleicht ist das Wichtigste, sich die Frage zu stellen bei all diesen Dingen, die einem dann begegnen mit einem herausfordernden Alltag, wie kann es grad ein bisschen leichter gehen? So, das wäre schon ganz viel. Und der nächste Tipp wäre vielleicht auch, sich immer wieder die Zeit zu nehmen und zwar kleine Zeiträume, sich selbst zu fragen, wie geht es mir gerade? Und was kann ich tun, dass es mir ein bisschen besser geht? Also du brauchst nicht morgens irgendwie Dankbarkeits-Rituale, 1 Stunde Yoga, 3 Stunden Meditation und alles mögliche andere an Ritualen durchzuziehen. Das geht dann auch ein Stück fast in die Selbstausbeutung. Und wenn du alles machst, nur um besser performen zu können, das ist auch schon wieder heikel. Aber vielleicht schaffst du dir einfach zu Beginn des Tages oder in der Mitte des Tages oder vielleicht sogar beides, so ganz kurze Momente. Ich nutze den Timer meines Handys für so etwas, um einfach den Pling zu haben, ah ok, 12 Uhr, wie war das? 12 Uhr? Ich halte kurz inne, frag mich: Wie geht es mir gerade? Was kann ich vielleicht tun, damit es mir ein bisschen besser geht, ein bisschen leichter geht und gut ist. Das dauert eine halbe Minute. Wenn ich die Zeit nicht für mich habe, dann darf ich mich schon fragen, was hier falsch läuft. Oder am Beginn des Tages, was auch sehr, sehr wirkungsvoll ist. Vielleicht noch wichtiger. Aber wenn du wirklich nur einmal am Tag etwas für dich tun möchtest, empfehle ich immer: tu es morgens. So startest du auf eine andere Weise in deinen Tag und bist von vornherein selbstbestimmter unterwegs, als wenn du dich von deinem Wecker so wie im Sog in deinen Tag ziehen lässt.

Judith Geiß: [00:18:15] Also ich muss sagen, ich habe auch drei Reminder bei mir im Outlook, auch aufgrund der Zusammenarbeit mit dir. Und jedesmal wenn ich es sehe, denke ich: warum setze ich mir den eigentlich? Und dann gibt’s wieder die Tage, wo ich dann abends feststelle, ich war so in meinem Thema drin, dass ich selbst diese nicht gemacht habe. Und da gehts wirklich nur kurz, richtig durchatmen. Oder dann wirklich mal kurz aufstehen oder mal das Fenster aufmachen. Oder irgendwo war es aber einfach der Tag oder jetzt gerade auch viel mit Homeoffice. Das zieht einen irgendwie so durch und dann kommt das nächste Meeting und dann kommt das nächste. Und dabei vergessen wir viel, dann einfach mal durchzuatmen. Ich sage immer, die einzige Störung momentan ist der Postbote oder der Paketbote. Ja, und gerade dann ist es umso wichtiger, weil plötzlich ist es wieder abends und dann denkt man: okay, was hab ich jetzt gemacht? Also keiner von uns, unterstell ich jetzt mal, in der Konzernwelt hat Mittags Zeit, 2 Stunden irgendwie Yoga zu machen oder irgend so was. Aber morgens einfach den Moment früher aufzustehen. Also bei mir, seit wir zusammen gearbeitet haben, mal ist es Yoga, mal ist es Meditation, mal sind es einfach nur 5 oder 10 Minuten, wo ich Sport-Übungen mache von meiner anderen Trainerin, aber wo ich einfach kein richtig klassisches festgezurrtes Ritual habe. Aber ich kann es wieder rausholen im Zweifel, wenn ich merke, hier läuft jetzt grad was schief. Und ich glaube, dass ist diese Wahrnehmung, die man dann manchmal vielleicht selbst verliert und dann umso wichtiger, glaube ich, auf das Umfeld zu hören, auf die Kollegen, die dann einem sagen: ja, jetzt nölst du schon wieder rum oder sowas oder halt.

Judith Geiß: [00:19:42] Also ich hab gehört, dass gerade Kinder da, also wir haben selber keine Kinder, aber das gerade Kinder da sehr deutlich sind. So etwa: jetzt bist du ja schon wieder genervt Mama. Und wenn diese Sachen kommen, dann wirklich so: okay, was kann ich jetzt für mich tun? Und das kann manchmal, bei mir z.B. ist es morgens, ich nehme mir den Luxus, ich lese eine halbe Stunde in einem Buch und da gehts nicht um Fachliches, da gehts einfach nur drum, ich nehme mir diese Zeit. Ja, das gab’s für mich vor der Zusammenarbeit mit dir nicht, aber jetzt gibt’s das. Und es gibt dann auch nicht und das ist ja dann auch oft, ja, wenn ich das aber mache, dann muss ich es jeden Tag machen und wenn ich es jeden Tag mache, das krieg ich ja gar nicht hin. Nee. Es muss keiner, es muss jeder Seins finden, glaube ich. Und durch die Zusammenhang mit dir bin ich da auch gnädiger zu mir selbst. Also ich bin oft so 100 Prozent. Entweder ich mach es jetzt hundertprozent oder ich mache es gar nicht. Aber ich glaube, da darfs auch mal eine 50 Prozent sein, weil die immerhin mehr sind wie die 0 Prozent.

Claudia Homberg: [00:20:34] Absolut, absolut. Gerade für die Perfektionisten da draußen ist das ganz wichtig, einfach zu wissen, dieser liebevolle Umgang mit mir selbst, nicht abends zum Beispiel auch zu schauen, was hab ich heute wieder alles nicht geschafft? An meinem Schreibtisch stapelt sich immer noch alles, das passiert mir auch. Ich schaffe auch nicht immer alles, was ich mir vornehme, aber dann trotzdem drauf zu gucken, was mir gelungen ist. Und wenn es das ist, heute habe ich eine Pause gemacht. Ich habe tatsächlich eine schöne, wohltuende Pause gemacht. Das ist etwas Wertvolles. Und ich habe vielleicht nicht alles von meiner To-Do-Liste abgearbeitet. Und das ist okay.

Judith Geiß: [00:21:06] Also mit meiner Kollegin in dem einen Projekt, das ich letztes Jahr verlassen hab, da war unser Highlight, wenn wir was geschafft haben, wirklich mal richtig Mittagspause zu machen, also nicht mal eben schnell am Rechner, sondern wirklich irgendwas am besten noch gekocht oder vorbereitet, fertig gekocht und dann an den Esstisch. Ist es jeden Tag vorgekommen? Nein, aber wenn es vorgekommen ist, haben wir uns da gegenseitig gefeiert oder den anderen aufgezogen, wenn er es an dem Tag nicht geschafft hat. Also auch da muss man nicht alleine durch. Es gibt gleichgesinnte Kolleginnen und Kollegen. Aber ganz wichtig: ich erzähl viel von dem, wie wir zusammen gearbeitet haben. Ich glaub, die Zuhörer sind schon auch ein bisschen neugierig. Auch die Kanäle, die ich erwähnt habe. Vielleicht möchtest du ein bisschen sagen, Claudia, wie kann man dich finden? Wie kann man mit dir arbeiten? Und wie kann man letztendlich entspannt oder entspannter, für entspannt, wie gesagt, dauert es auch noch bei mir ein bisschen, durch eine Übernahme gehen? Also was kannst du da für unsere Zuhörer tun?

Claudia Homberg: [00:21:59] Also ich bin auf allen Kanälen irgendwie präsent, glaube ich. Gefühlt ist das so! Ich glaube, auf Twitter bin ich etwas faul, aber sonst bin ich eigentlich überall zu finden. Instagram, Facebook, Xing, LinkedIn, Pinterest. Es gibt einmal in der Woche auch von mir einen Podcast, die Sunday Secrets, der Podcast für entspannten Erfolg, wo ich auch immer mal wieder Tipps gebe, nee, nicht auch immer mal wieder, sondern einmal in der Woche Tipps gebe, sich immer wieder zu Erden auf die eine oder andere Weise. Dann gibt’s meinen Newsletter. Das ist auch erst einmal alles kostenlos und zum Lesen und Ausprobieren, einfach ganz spielerisch. Dann habe ich eine Reihe von kostenlosen Online Workshops einmal im Monat für Balanced Life and Leadership. Ich denke, da gibt’s auch nochmal einen guten Einblick in meine Arbeit und die Shifts, die ich mit meinen Klienten durchlaufe. Und ansonsten jederzeit gerne ein Kennenlern-Gespräch buchen und wir gucken einfach wo gerade deine Herausforderung ist, was dir im Augenblick hilft, was dein nächster Schritt ist und dann, ob und wie ich dich dabei begleiten kann. Es kann sein, manchmal ist es schon erledigt, sag ich mal nach 30 Minuten. Man hat den neuralgischen Punkt gefunden und den nächsten Schritt gemeinsam entwickelt. Manchmal sieht man aber, okay, es braucht ein bisschen mehr dafür. Und dann schauen wir halt, ob das funktionieren kann.

Judith Geiß: [00:23:16] Und auch ich war schon zu Besuch bei dir im Podcast bei den Sunday Secrets. Die Folge werde ich auch noch verlinken in den Shownotes, aber ich denke, nach den 2 Podcast Episoden, es lohnt sich sicherlich mit Claudia Kontakt aufzunehmen, wenn du, wenn Sie entspannter durch eine Übernahme gehen wollen. Aber auch nicht nur bei einer Übernahme. Ich weiß mittlerweile, dass auch andere, die nicht von der Übernahme betroffen sind, zuhören, und ich glaube, mehr Entspannung in die Welt bringen. Die Mission von Claudia, da brauchen wir ja ganz viele dazu, dass das auch klappt. Von dem her sind Sie, seid Ihr herzlich eingeladen, der Claudia zu folgen. Und wer weiß, wer daraus hin dann wieder mehr Entspannung in die Welt bringt. Weil wie ich gesagt habe, wenn wir entspannter sind, ist unser Umfeld auch entspannter. In dem Sinne, liebe Claudia, ich danke dir für diese tolle, entspannende, für mich auch entspannende Folge, auch wenn ein Interview immer noch neu für mich ist. Danke für deinen Input. Und wer weiß, spätestens wenn dein Buch draußen ist, hören wir uns wieder hier im Podcast. Vielen Dank.

Claudia Homberg: [00:24:15] Vielen, vielen Dank, liebe Judith. Ich war sehr gerne bei dir zu Gast. Hat mir viel Spaß gemacht. Bis ganz bald. Ciao.

Speaker: [00:24:23] Buchen Sie jetzt ein Mentoring mit Judith Geiß. Egal ob als Mitarbeiter, Führungskraft oder Team. In einem individuell auf Sie zugeschnittenen Mentoring erhalten Sie wertvolle Tipps und Hinweise, wie Sie sicher durch die Zeiten der Veränderung kommen. Schauen Sie vorbei auf www.TheBridge-Online.com/Mentoring. Den Link finden Sie auch in den Shownotes.

 

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