Mein Praxistipp: One-Voice-Policy, Pausen und Gespräche als Erfolgstools in der Post-Merger-Integration

 

 

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Inhalt / Links zu dieser Episode:

Es ist wieder einmal Zeit für Judith Geiß´ Quartalsrückblick. Was sie in diesen ersten Monaten des neuen Jahres erlebt hat und was dabei ihre wichtigsten Learnings waren – darüber spricht sie in dieser Episode.

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Herzliche Grüße und bis bald,

Ihre Judith Geiß


Transkript der Podcast-Folge:

[00:00:00] Übernahme als Chance. Der Podcast von und mit Judith Geiß. Sie und Ihr Unternehmen sind von einer Übernahme betroffen? Dann sind Sie hier genau richtig. Judith Geiß, die Expertin für US-amerikanische Übernahmen im deutschsprachigen Raum, teilt mit Ihnen wertvolle Tipps und Tricks und zeigt Ihnen, wie Sie diese Veränderung für sich und Ihr Unternehmen nutzen können. Ganz nach dem Motto: take the chance.

[00:00:24] Hallo und herzlich willkommen zur heutigen Episode des Übername als Chance-Podcasts. Heute teile ich mit Ihnen, was im vergangenen Quartal so passiert ist. Und ja, wenn Sie schon länger reinhören, kennen Sie vielleicht schon die ein oder andere Episode der Vorquartale. Und zwar teile ich mit Ihnen so ein wenig, was im letzten Quartal so alles bei mir passiert ist. Heute vielleicht mal auf eine etwas andere Weise wie in der Vergangenheit. Aber ich hoffe, Sie haben dennoch Spaß daran. Denn ich möchte etwas mit Ihnen teilen, was mich immer mal wieder während des Quartals begleitet hat.

In diesem Quartal war ich ja bei einem Projekt beschäftigt, das mehr Zeit gebraucht hat, als es ursprünglich klar war und ich auch vielleicht nicht all die Ressourcen hatte, die wir in dem Moment brauchten. Und ja, in dem, wie soll ich sagen, das Thema Gerüchteküche immer mal wieder aufkam. Aber lassen Sie uns direkt einsteigen, was mir so passiert ist im letzten Quartal.

Eine Kommunikationspanne mitten in der Post-Merger-Integration

Freitagnachmittag. Ich gönne mir heute einen freien Tag mitten in einem anstrengenden Projekt mit jeder Menge Termin-Stress. Mir ist klar, dass solch ein freier Werktag für viele Führungskräfte in der Post-Merger-Integration alles andere als selbstverständlich ist. Deshalb möchte ich das heute auch in der Episode zum ersten Quartal mit Ihnen teilen. Denn nach einer Kommunikationspanne habe ich mit einer Pause das Ruder wieder herumgerissen.

Wir steckten, wie bereits erwähnt, mitten im Jahresabschluss. Daneben liefen zusätzliche Projekte, etwa zur Prozessoptimierung beim Wareneingang, die zukünftige Raumnutzung, die Post-Merger-Integration zweier Gesellschaften, die frisch verschmolzen wurden, Ein Teil der Firma wurde verkauft. Sie sehen, mir war nicht langweilig.

Quick Wins, viele Meetings und ein Tiefschlag

Was ich aber im Petto hatte, war, dass ich nebenbei gemeinsam mit dem Team bereits viele kleine Verbesserungen als Quick Wins umgesetzt habe. Die Englisch-Trainings liefen gut und bekamen gute Bewertungen. Wir haben in der Zeit dringend benötigtes Personal gefunden, das auch in Kürze eingestellt bzw. starten sollte. Die Gespräche waren vielversprechend. Ich hielt also – wie so oft nach einer Post-Merger-Integration – eine Menge Bälle in der Luft und das natürlich gleichzeitig … bis zu dem Meeting an einem Dienstag im letzten Quartal.

Mit einem einzigen Satz brachte eine Mitarbeiterin die Sache und damit mich aus dem Gleichgewicht, und einer meiner wichtigsten Bälle, die ich in der Luft hielt, plumpste zu Boden. „In der vergangenen Woche ist die Kommunikation hier im Team deutlich schlechter geworden“. Das saß und hat mich ehrlicherweise auch persönlich getroffen. Vor allem deshalb, weil ich nach Überlegen feststellen musste, dass die Mitarbeiterin aus ihrer Perspektive Recht hatte.

Wann ist eine Neuigkeit wirklich spruchreif?

Ich hatte in den vergangenen Wochen weniger kommuniziert, weil ich zu sehr in Meetings steckte, sich Ereignisse schlicht überschlugen und deshalb aus meiner persönlichen Sicht vieles noch nicht spruchreif war. Dabei war mir entgangen, was sich so im Hintergrund abspielte oder vielleicht sogar in der Gerüchteküche. Wie ich später erfuhr, teilten nicht alle meine Meinung darüber, was noch nicht reif für eine offizielle Mitteilung war.

[00:04:01] Es gab nicht nur Gerüchte, sondern sogar schon handfeste Ankündigung zu der anstehenden Personal-Veränderung, zu der wir im Team einen wichtigen Beitrag geleistet hatten und worüber ich persönlich noch nichts Näheres bekannt gegeben hatte. Sie können sich an einem einzigen Finger abzählen, was das für die Stimmung in meinem Team bedeutete.

Wie konnte das gerade mir passieren, die immer die Bedeutung von Kommunikation in diesem anstrengenden Change-Prozess betont? Und glauben Sie mir, ich war tief getroffen. Auch damals nahm ich den Freitag frei, ungeplant und mitten im Termin-Stress. Ich wusste, was ich jetzt brauchte: einen freien Kopf, denn den hatte ich nach den vielen Meetings der vergangenen Tage definitiv nicht mehr. Ich wusste, dass ich von außen jemandem die Situation schildern musste, um selbst den nötigen Abstand zu gewinnen und wieder aus meinen Ressourcen schöpfen zu können. Ich brauchte jemanden mit Abstand und niemanden, der selbst bis zur Halskrause in Projekten steckte. Es war genau die richtige Entscheidung. Erst machte ich einen langen Spaziergang. Dann griff ich zum Telefon und als ich zu erzählen begann, fügten sich die Puzzleteile zusammen.

Eine One-Voice-Policy funktioniert nicht von alleine

Ich habe es ja selbst in meinem Buch „Die Übernahme-Formel“ beschrieben. In einer so turbulenten Phase wie der Post-Merger-Integration ist es besonders wichtig, dass die Führungsebene mit einer Stimme spricht. Doch eine solche One-Voice-Policy funktioniert nicht einfach so. Sie verlangt vielmehr, dass sich alle darüber einig sind, wann bestimmte Informationen spruchreif sind und wann noch nicht.

Mir wurde klar, wie leicht so etwas schiefgehen kann und dass auch ich, die diese Tipps kennt und selbst weitergibt, nicht vor falschen Annahmen sicher bin. Ich war einfach davon ausgegangen, dass auch alle anderen Führungskräfte die anstehende, aber noch nicht getroffene Personalentscheidung als nicht spruchreif ansehen. Doch die freuten sich ganz offensichtlich so sehr über die in Aussicht stehende Lösung, dass sie sich in ihrer Kommunikation nicht zurückhielten. Damit stand ich plötzlich mitten in einem Fettnäpfchen, ohne dass ich mich in der Sache selbst bewegt hatte. Es war mir quasi untergeschoben worden, und ich hatte es nicht kommen sehen. Mein Team erfuhr so als letztes davon, wie weit die Personalentscheidung schon vorangekommen war. Und dabei hatten wir die Steilvorlage für die Entscheidung geliefert.

Drei Erkenntnisse für eine bessere Kommunikation in der Post-Merger-Integration

Ich habe drei Erkenntnisse aus dieser Situation mitgenommen.

Eine One-Voice-Policy gilt es zu vereinbaren und zu pflegen

Eine One Voice Policy, das Sprechen mit einer Stimme, muss ausdrücklich und frühzeitig vereinbart werden. Und ab dann gilt es, die Inhalte der Kommunikation tatsächlich regelmäßig abzustimmen.

Auszeiten sind wichtig, um gute Entscheidungen treffen zu können

Erkenntnis Nummer zwei: selbst aus den stressigsten Projekten können wir uns für Stunden oder einen Tag herausziehen, um unsere Gedanken zu sortieren. Wir müssen es oft sogar, um gute Entscheidungen treffen zu können.

Gespräche sind für eine schnelle Problemlösung ein unterschätztes Tool

Drittens: in schwierigen Situationen ist ein Gespräch oft viel hilfreicher, als zu versuchen, die Probleme nur im eigenen Kopf zu lösen. Wir müssen uns sozusagen selbst erzählen und zuhören, was eigentlich gerade los ist. Und das funktioniert am besten mit einem Zuhörer, der genug Abstand zur Sache hat, dennoch aufmerksam zuhört und gute Fragen stellt. Und das ist in der Regel nicht der gute Freund oder die Freundin, sondern ein Profi, der sich mit den Themen auskennt und mit dem man eine Verschwiegenheits-Vereinbarung getroffen hat.

Wann nehmen Sie Ihre nächste Auszeit für gute Entscheidungen?

An jenem Freitag nach der Kommunikations-Panne habe ich gute Entscheidungen getroffen, die mich in der folgenden Woche vorangebracht haben. Und auch heute geht es mir ähnlich, nur dass ich mir die Auszeit genommen habe, bevor einer meiner Bälle zu Boden gefallen ist. Wann ist Ihr nächster Tag, um einmal wieder vom Tellerrand aus Ihre berufliche Situation zu betrachten und gute Ideen zu entwickeln? Oder möchten Sie lieber bis zur nächsten Panne im Projekt warten?

Fehler sind eine Form von Feedback – welches Feedback möchten Sie teilen?

Ja, dies war der Einblick in mein letztes Quartal. Ich habe etwas, wie gesagt, gekämpft damit, es so offen mit Ihnen zu teilen, weil wie gesagt: Es ist ja nicht spurlos an mir vorbeigegangen und hat mich ein bisschen in der Ehre gepackt. Aber die Welt gehört den Mutigen. Von daher freue ich mich, von Ihnen zu hören, welche Pannen Ihnen gegebenenfalls in der Post-Merger-Integration begegnet sind. Sie erreichen mich wie immer unter Podcast@thebridge-online.com, und natürlich freue ich mich über Feedback zur Episode. Von daher wünsche ich Ihnen jetzt einen schönen Tag. Bis zur nächsten Episode. Ihre Judith Geiß.

[00:08:46] Buchen Sie jetzt ein Mentoring mit Judith Geiß. Egal ob als Mitarbeiter, Führungskraft oder Team, in einem individuell auf Sie zugeschnittenen Mentoring erhalten Sie wertvolle Tipps und Hinweise, wie Sie sicher durch die Zeiten der Veränderung kommen. Schauen Sie vorbei auf www.thebridge-online.com/mentoring. Den Link finden Sie auch in den Shownotes.

 

 

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