Judith Geiß und Bernd Ziethen im Gespräch: Online eröffnen sich Chancen für Berater und Business-Kunden

 

 

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Inhalt / Links zu dieser Episode:

Bernd Ziethen bringt als Senior Industrie Experte für Kunststoff, Chemie & Recycling Menschen zusammen und unterstützt mit seiner vielfältigen Erfahrung Unternehmen beim Recruiting. In der heutigen Episode erwartet Sie ein spannendes Gespräch, bei dem Judith Geiß bei ihm zu Gast war. Gemeinsam sprechen sie darüber, dass die Anforderungen des HGB nicht verhandelbar sind, über Judith Geiß´ Weg von der Interim Managerin zur Online-Unternehmerin und vieles mehr.

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Teil 1: https://www.youtube.com/watch?v=tE62Ef2DlW4
Teil 2: https://www.youtube.com/watch?v=jDog4eTHR28

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Herzliche Grüße und bis bald,

Ihre Judith Geiß


Transkript der Podcast-Folge:

Intro: [00:00:24] Übernahme als Chance. Der Podcast von und mit Judith Geiß. Sie und Ihr Unternehmen sind von einer Übernahme betroffen? Dann sind Sie hier genau richtig. Judith Geiß, die Expertin für US-amerikanische Übernahmen im deutschsprachigen Raum, teilt mit Ihnen wertvolle Tipps und Tricks und zeigt Ihnen, wie Sie diese Veränderung für sich und Ihr Unternehmen nutzen können. Ganz nach dem Motto: take the chance.

Judith Geiß: [00:00:24] Hallo und herzlich willkommen zur heutigen Episode des Übername des Chance-Podcasts. Heute habe ich einen Mitschnitt für Sie, und zwar von einem Gespräch, besser gesagt einem LinkedIn live mit meinem geschätzten Kollegen Bernd Ziehten. Ja, in den Redaktionsplan des letzten Quartals hat es leider nicht mehr ganz reingepasst. Daher freue ich mich, mit Ihnen den Mitschnitt heute zu teilen.

Ich spreche mit Bernd Ziehten darüber, dass die Anforderung von HGB nicht verhandelbar sind, aber auch darüber, dass durch Corona und auch schon davor ich mich von der normalen Interim Managerin zur Online-Unternehmerin entwickelt habe. Aber nun erst mal: Wer ist Bernd Ziehten? Bernd Ziehten ist ein sehr geschätzter Netzwerkpartner, und wir haben schon viele Jahre Kontakt. Er war selbst jahrelang als Interim Manager tätig und hat sich nun in die Richtung Personalberatung entwickelt. Bernd bietet somit als Senior Industrie Experte für Kunststoff, Chemie und Recycling Personalberatung vom Silberrücken an. Daher empfehle ich Ihnen neben dem Interview, ihm auch auf LinkedIn zu folgen. Er ist mittlerweile Senior Partner von Dr. Windel und Partner GmbH.

Ansonsten freue ich mich natürlich, dass Sie heute reinhören, und freue mich wie immer auch darüber, Näheres von Ihnen zu hören, wenn Sie Fragen haben oder wenn ich Ihnen einen Kontakt zu Bernd Ziehten herstellen darf. Daher wünsche ich Ihnen viel Spaß.

Online-Business als Berater: In der Nische breit aufgestellt

Bernd Ziethen : [00:00:24] Guten Morgen Judith Geiß, es freut mich besonders, dass wir das heute geschafft haben. Es ist nicht leicht, einen Termin mit Judith zu bekommen. Sie ist viel unterwegs, eine viel gefragte Unternehmerin mit jahrelanger Erfahrung und seit einiger Zeit Online-Unternehmerin.

Judith Geiß: [00:00:44] Genau, seit 2017 sogar schon, also vor Corona, weit vor Corona. Das hilft mir jetzt so ein bisschen, dass ich schon mich früher mit den ganzen Themen beschäftigt habe, was da möglich ist und was da noch geht, was man sich nicht vorstellen kann.

Bernd Ziethen : [00:00:57] Möglich ist viel, und man kann es heute absehen, also das wird noch viel mehr. Also das Online für uns Berater ist ein ganz wichtiges Thema.

Judith Geiß: [00:01:08] Definitiv. Was ich sagen muss, für mich war schon vor der Pandemie Hybrid eigentlich die beste Arbeitsform für mich persönlich, weil es einfach den Vorteil hat, dass man Vor- und Nachbereitung wirklich dann für sich machen kann und das in Ruhe und nicht um in den nächsten Termin zu hetzen. Weil Meetings sind ja gut, aber ohne Vor- und Nachbereitung sind Meetings einfach nichts wert.

Bernd Ziethen : [00:01:27] Genau, und getroffen haben wir uns im Bereich Interim Management, was ich ja auch eine Zeit lang betrieben habe. Du bist eine erfahrene Interim Managerin.

Judith Geiß: [00:01:36] Seit knapp 12 Jahren jetzt. Ja, hätte ich damals nicht gedacht.

Bernd Ziethen : [00:01:41] Ja, im Bereich Finanzen, Accounting, Buchhaltung, solche Sachen machst du? Jahresabschlüsse und solche Dinge?

Judith Geiß: [00:01:49] Genau bzw. halt die Spezialisierung auf die Amerikaner, das heißt auf die explizite Situation nach einer amerikanischen Übernahme. Und da eines meiner Steckenpferde auch die SOX-Implementierung, die dazu führt, dass natürlich auch andere Unternehmen darauf aufmerksam werden. Und wenn man dann um das Thema Prozesse oder auch das Thema Fast Close, also wie schließe ich meine Bücher früher als am 25. des Folgemonats, dann werde ich meistens angefragt.

Bernd Ziethen : [00:02:15] Spannend. Also da hast du eine Spezialisten-Rolle im Bereich Finance.

Judith Geiß: [00:02:22] Ja, definitiv. Es war für mich auch wichtig, irgendwann mich zu spezialisieren, aber in der Spezialisierung flexibel zu sein, wie man an dem breiten Bereich sieht. Ich kann in dieser Nische alles machen, aber ich bin halt auch im Auftritt nach außen “die mit den Amerikanern”. Und damit schon mal was erreicht. Genau.

Bernd Ziethen: [00:02:42] Ja, da sprechen wir dann gleich im zweiten Gespräch noch mal intensiver drüber. Das interessiert mich natürlich auch. Die amerikanischen Bericht-Systeme vielleicht. Ich würde vorschlagen, wir lassen das mal so stehen hier als Teaser sozusagen auf LinkedIn und weisen hin auf das zweite, längere und intensivere Gespräch auf YouTube. Wir sehen uns gleich wieder zum zweiten Teil des Gespräches Judith.

Nische Finance: Wie kommen amerikanische Vorschriften ins bisher deutsche Unternehmen?

Bernd Ziethen: Hallo Judith, willkommen zum zweiten Teil. Wir waren gerade bei dem spannenden Thema Finance für amerikanische Unternehmen. Das ist ja ein bisschen speziell. Die haben ein eigenes Berichtswesen. Die arbeiten, glaube ich, mit Rolling Forecasts. Vielleicht sagst du uns mal ein bisschen was darüber. Wie funktioniert das?

Judith Geiß: [00:03:27] Tja, wie funktioniert das? Erst mal ist es natürlich so, dass bei meinen Kunden, klassisch deutsche Unternehmen, die dann von Amerikanern gekauft wurden, dass die US-GAAP, also der Bilanzierungs-Standard für die Amerikaner, komplett neu ist oder in der Regel neu ist, und das dann erst natürlich mal anders bilanziert werden muss, damit man dann auch anders reporten kann. Die Reporting-Zeiten, also wann ich dann Berichte abgebe, also früher im deutschen Unternehmen vielleicht zum 20. oder 25. Das Folgemonats, wird dann bestimmt von dem Mutterkonzern und insbesondere natürlich, wenn der börsennotiert ist, bestimmt schlicht und ergreifend die Börse.

Bernd Ziethen : [00:04:02] 5 Tage oder so…

Judith Geiß: [00:04:04] Ja, ich habe auch schon am dritten Januar Jahresabschluss abgegeben, und zwar nicht den von vor zwei Jahren, sondern von dem Jahr davor. Ja, auch da gibt es immer viele Kritikpunkte. Wie kann das dann so dem HGB entsprechen? Ja, es entspricht dann vielleicht nicht allem dem HGB, aber wie gesagt, es ist eine andere Rechnungslegungsvorschrift, andere Vorschriften, die gelten. Und man muss natürlich alles umstellen und sich neu anpassen.

Bernd Ziethen : [00:04:27] Ja, das ist natürlich auch eine Verantwortung, dass es dann trotzdem hier noch nach dem HGB sozusagen waterproofed ist, sagen wir mal, das es also beiden gesetzlichen Vorschriften entspricht.

Judith Geiß: [00:04:41] Genau, dass wir natürlich da dann eine parallele Rechnungslegung haben. Also, auch wenn wir dann nicht jeden Monat danach berichten, müssen wir daran denken, dass wir es trotzdem noch brauchen. Und das ist das eine oder andere Mal dann auch eine Überraschung auch bei Unternehmen, die jetzt schon länger amerikanisch sind. Dass der HGB-Abschluss und die Prüfung dessen nicht unbedingt das ist, was jeder so gerne macht, weil ganz oft wird es einfach vergessen, weil es unterm Jahr nicht gebraucht wird.

Wenn die Übernahme perfekt ist, fängt die Arbeit erst richtig an

Bernd Ziethen : [00:05:05] Ja, ich kenne das. Ich habe auch mal eine Zeit als Auslands-Geschäftsführer oder Geschäftsführer einer Niederlassung verbracht. Und das ist der Zentrale nicht immer sehr leicht oder nicht sehr eingängig, dass es dann noch Vorschriften gibt. Ist ja auch klar. Aus der Perspektive sind alle Vorschriften erfüllt im Mutterland. Aber dass es in der Tochtergesellschaft auch noch da Vorschriften gibt, das ist halt, da muss man sich dran gewöhnen, und die Vorschriften hier bei uns sind ja immer besonders gründlich.

Judith Geiß: [00:05:38] Das ist definitiv so. Aber es gehört zu einem der Gebiete, die natürlich dann auch die neue Muttergesellschaft von der Tochtergesellschaft lernen muss, erfahren muss und da wie immer – und das wirst du auch in deinen Projekten, aber auch in der Angestellten-Zeit erlebt haben: es geht nichts über Kommunikation.

Bernd Ziethen : [00:05:55] Das ist richtig. Ja, die Kommunikation ist der Kern von allem, und das ist natürlich ein Lernprozess. Das heißt, du kommst dann als Interim Manager in eine Situation oder in ein Unternehmen, sagen wir konkret, wo du das dann aufbaust, wo du dabei berätst und deine Erfahrung dann beisteuerst, um dieses System für alle Seiten zufriedenstellend, sag ich mal, eine win-win, das ist ja eine typische win-win Situation, dann entwickelst.

Judith Geiß: [00:06:24] Ich sage auch gerne: Ich komm dann, wenn alle anderen schon gegangen sind und man mit dem täglichen Geschäft arbeiten muss, weil gerade direkt an der Übernahme beteiligt sind ja meist viele Externe. Viel Unterstützung ist da, die Kollegen gegebenenfalls aus den USA sind da und unterstützen. Das heißt nicht, dass sie danach nicht mehr da sind, aber du weißt selber, wie’s ist. Dann geht es zum nächsten Ziel, und die anderen reisen weiter, und man steht da und sagt: Und was mache ich jetzt?

Bernd Ziethen : [00:06:48] Na ja, da gibt es natürlich kulturelle Unterschiede. Das ist ganz klar. Hier zwischen unserer Business-Kultur und vielleicht der amerikanischen, da geht es ja manchmal zu wie im Brutkasten. Also, das ist sehr dynamisch. Jede Idee zählt. Da geht nicht alle Power vom Kopf aus, sondern das ist sehr agil zum Teil und hat ja auch seine Vorteile.

Judith Geiß: [00:07:08] Das liegt natürlich an dem Thema „fail fast“. Das heißt die Amerikaner, ich will jetzt nicht sagen, dass sie gerne Fehler machen, aber wenn sie Fehler machen, machen sie sie schnell. Das heißt, sie reagieren dann auch schnell und korrigieren, während wir ja in der deutschen Kultur eher so, naja, Fehler ist nicht so unsere Stärke, würde ich jetzt mal sagen, auch die Fehler eingestehen und gegebenenfalls eine Korrektur vorzunehmen. Nebenher kann man da auch natürlich was von den Amerikanern lernen oder sollte man sogar lernen.

Online als berufliche Chance mit Entwicklungspotenzial

Bernd Ziethen : [00:07:34] Ja, spannende Geschichte. Und du bist Online-Unternehmerin. Das heißt, wenn du jetzt nicht beim Kunden direkt vor Ort bist, dann arbeitest du online und du machst Akquise über soziale Medien wie zum Beispiel LinkedIn.

Judith Geiß: [00:07:50] Genau. Über LinkedIn, die Homepage natürlich, einen Blog und last but not least seit vorletztem Jahr Oktober auch mein Podcast. Und da kam ich einfach auch dazu. Warum? Weil ich selbst gern Podcasts höre. Weil ich hasse Autofahren alleine und habe dann selbst die Podcasts für mich entdeckt und beim Nachfragen bei potenziellen Kunden festgestellt, die hören auch Podcasts, indem her, direkt ins Ohr zu gehen.

Bernd Ziethen : [00:08:14] Okay, also du nimmst dir das dann auf dem Mediaplayer mit ins Auto.

Von Podcast bis Party – online Verbindungen schaffen 

Judith Geiß: [00:08:20] Durch die Pandemie war es jetzt so, ich hatte, glaube ich, irgendwann 150 heruntergeladene Episoden, weil ich einfach kein Auto mehr gefahren bin. Und ich habe jetzt eine neue Routine, am Tag eine Stunde gehört jetzt quasi noch mal dem Thema Weiterbildung. Dann gehe ich meistens morgens einen längeren Spaziergang machen, und jetzt arbeite ich mich so langsam wieder runter. So ähnlich wie die Mailbox, wenn die zu voll ist. Ab und an muss man sich ab und an mal runter arbeiten.

Bernd Ziethen : [00:08:45] Ja, 150 und das in Stunden umgerechnet. Das ist schon viel.

Judith Geiß: [00:08:48] Ja, genau, aber da hat man ja oft ein Thema, oh, interessiert mich. Dann lösche ich, dann so, wie man es halt macht. Aber letztendlich hat mich schon, sag ich jetzt mal 2013, es beim Kunden sage ich jetzt mal so dahin gehend erwischt, im positivsten Sinne, dass ich viel daheim arbeiten konnte. Der Kunde war offen dafür. Damit hatte ich natürlich meinen Beweis – es geht. Und auch wenn alle anderen, die Provider, die Kollegen meinten, das geht auf keinen Fall. Man muss beim Kunden vor Ort sein. Ich war das letzte Mal auf Geschäftsreise im Juli 2020 und auch nur für zwei Tage davor war es im Februar. Also, ich bin wirklich seltenst momentan unterwegs, weil es geht halt mehr als man denkt.

Sogar Partys kann man online feiern, wie wir letztes Jahr zum Jubiläum gemacht haben. Braucht halt ein bisschen Fantasie heutzutage, glaube ich. Oder jetzt mit der Zeit kam die Fantasie jetzt weiter bei jedem an, was da so alles möglich ist, finde ich. Aber als ich damals gesagt habe, wir machen jetzt unser zehnjähriges Jubiläum online, da meinte jeder, es geht doch gar nicht, wie willst du das machen? Und ja, dann hatten wir eine Band dabei, die hatte das auch so noch nicht gemacht. Hat dann irgendwie ein Probe-Konzert im engsten Rahmen gemacht. War total super. Und weil uns das so gut gefallen hat, haben wir das an Weihnachten dann noch mal wiederholt.

Weil wie wir alle wissen, die Branche, sag ich jetzt mal, leidet stark unter der Situation, da habe ich gesagt, okay, das ist meine Art, wie ich ein bisschen was dazugeben kann. Und davon will ja keiner irgendwie Almosen oder Spenden oder sowas haben, sondern die wollen einfach das tun, was sie gerne tun – so wie wir gerne tun, was wir gerne tun tun. Und so konnte man das dann gut vermischen. Und ich denke halt, so ist es immer, und das wird auch bei dir in der Vergangenheit so gewesen sein. Wenn man sich die Zeit nimmt, einfach darüber nachzudenken, welche Möglichkeiten es gibt und wenn man offen dafür ist, dann erreicht man sehr viel.

Bernd Ziethen : [00:10:32] Ja, ich glaube, dass ist überhaupt einer der wesentlichen Punkte: die Aufmerksamkeit für das, was vor sich geht, und das, was man daraus machen kann. Das ist, glaube ich, eine der wichtigen Dinge, die ich, muss ich zugeben, auch lernen musste.

Auch nach einer Übernahme gilt: Offenheit für neue Wege zahlt sich aus

Judith Geiß: [00:10:47] Ich glaube, das gehört für jeden dazu. Aber gerade bei dieser Übernahme-Situation. Um da mal noch mal kurz zurück. Ich kann das natürlich leugnen und am Anfang will ich das auch alles nicht wahrhaben. Aber am Ende ist es – entweder ich passe mich an oder halt nicht. Hat dann aber wieder andere Chancen. Das heißt ja nicht immer, wir reden viel über “hire and fire” mit den Amerikanern. Aber es kann ja auch ganz klar und so heißt auch mein Podcast „Übernahme als Chance“ und muss die Chance wirklich im selben Unternehmen sein? Nein, aber vielleicht woanders. Oder ich mache jetzt endlich mal das, was ich schon immer machen wollte. Also, die Vielfalt ist riesig, wenn wir halt unseren, nenne ich es jetzt mal, unseren Geist öffnen. Das klingt ein bisschen spirituell, aber ist es gar nicht, sondern einfach mal diese gewohnten Pfade rausgehen, und für alles gibt es Lösungen.

Bernd Ziethen : [00:11:30] Ja, ganz klar. Also, love it or leave it. Also definitiv. Ich glaube, so eine Übernahme – und ich bin auch durch einige gegangen bzw. habe einige miterlebt. Also aufhalten kann man es nicht. Vielleicht kann man auf diesem Drachen ein bisschen reiten und vielleicht versuchen, einen kleinen Einfluss anzusteuern. Aber das ist es dann auch. Und dann muss man damit zurechtkommen oder auch nicht. Oder man lässt es. Das ist dann auch eine Option.

Judith Geiß: [00:11:59] Und das ist auch fair. Also, ich sag jetzt immer: Wenn jemand wirklich die Entscheidung getroffen hat, es nicht weiter mitzumachen, dann ist es fair, es so zu kommunizieren. Weil jeder kennt, sage ich jetzt mal böse, den Stinkstiefel, der dann die ganzen anderen irgendwie, sage ich jetzt mal, immer aufhält und schlechte Stimmung verbreitet und so. Und dann muss ich sagen, dann hey, geh den Weg, geh zur Geschäftsführung, geh zur Personalabteilung und sag: Hör zu, ich habe hier eine Entscheidung getroffen. Wie finden wir da eine Lösung für uns alle?

Bernd Ziethen : [00:12:27] Ja, ich sage immer, es gibt für alles im Leben den richtigen Zeitpunkt. Und manchmal ist das eine Initialzündung.

Judith Geiß: [00:12:35] Und meistens verstehen wir den auch erst im Rückblick oder in der Situation. Das ist auch nicht schön festzustellen. Nach 20 Jahren möchte ich das Unternehmen verlassen. Oder bin ich nicht mehr Geschäftsführer und mache andere Dinge oder so was. Aber irgendwann ist der Moment, wo man zurückblickt und sagt: Hey, ich bin so richtig dankbar für das, was damals passiert ist, weil sonst hätte ich nicht a, b, c.

Amerika bleibt eine wichtige Option, wenn ein Nachfolger fehlt

Bernd Ziethen : [00:12:56] Ja, das ist ganz normal, und so nach meiner Beobachtung, viele Erfolgsstorys über Gründungen und erfolgreiche Unternehmen, das betrifft natürlich klar die, man sagt so was über die Unternehmen, die dann großen Erfolg gehabt haben, aber vielfach war es einfach mal den Schritt gehen und versuchen. Und es ist dann auf einen guten Umstand getroffen und hat sich entwickelt.

Wie ist denn im Moment so, nach deiner Beobachtung, die Tendenz für Übernahmen von amerikanischen Unternehmen? Ist es im Moment aktuell? Die Unterstützung in den USA ist ja ganz gut für die Wirtschaft. Es gibt alle möglichen Unterstützungen und Hilfen, und der Aktienmarkt läuft ganz gut. Wir leiden natürlich alle etwas unter der Inflation, die galoppiert. Das tun die Amerikaner auch. Aber wie ist so deine Beobachtung? Ist der Markt aktiv für amerikanische Übernahmen?

Judith Geiß: [00:13:57] Das würde ich so schon sagen. Ich glaube, letztes Jahr, wie vieles in der Wirtschaft, hat es eine kleine Delle bekommen. Auf der anderen Seite sind große Deals zustande gekommen. Das darf man gar nicht vergessen. Und ich denke auch ehrlicherweise, dass im Verlauf des Jahres, spätestens nächstes Jahr, es noch mal immens nach oben gehen wird.

Schlicht und ergreifend, ich meine ganz ehrlich, die Nachfolgeregelung in vielen Familienunternehmen ist nach wie vor nicht geregelt. Und wenn man dann sagt, okay, die Corona-Pandemie hat mir jetzt genügend abverlangt und jetzt muss ich mich doch mal mit der Nachfolge beschäftigen, ich habe niemanden aus eigenen Reihen, ich habe keine Führungskraft, die es übernehmen will, Geschäftsführer oder irgendwas. Und dann auch diese, es ist ja nicht so, dass quasi die Heuschrecken nur zu uns kommen sollen. Ich kann ja auch aktiv sagen, okay, ich möchte das Unternehmen jetzt verkaufen.

Und gerade Corona hat das Umdenken gebracht. Gemeinsame Zeit ist immer wertvoller natürlich geworden, und einfach das Umdenken an sich, will ich weiter in dem Hamsterrad bleiben und so weiter. Und ich sage jetzt mal, da Nachfolgeregelung ein großes Thema ist, also sechsstelliger Betrag, glaube ich, 145.000 Unternehmen in den nächsten Jahren, die einfach keinen Nachfolger haben, ist es aus diesem Gesichtspunkt auch immens wichtig, dass Amerikaner nach wie vor an deutschen Unternehmen interessiert sind.

Bernd Ziethen : [00:15:12] Ja klar. Und es ist natürlich für den Übernehmer die Möglichkeit, eine enorme Kompetenz zu erwerben. Es geht ja hier vielfach um kleine Juwelen oder Hidden Diamonds oder Unpolished Diamonds, die einem Konzern oder einem größeren Unternehmen dann einen gehörigen Auftrieb oder Märkte bescheren kann. Das darf man ja nicht vergessen.

Judith Geiß: [00:15:37] Gerade jetzt in den letzten Jahren fand ich das immer so interessant. Das sind ja die Unternehmen, die wir als Verbraucher gar nicht kennen, sondern die sind dann ihre, du sagst Diamonds, ich sag Hidden Champions, wo man dann sagt, das ist dann dieses kleine Teil, was irgendein Automobilzulieferer liefert, damit das Auto danach wirklich fährt. Also, um es jetzt mal sehr plastisch zu sagen: Ohne das fährt das Auto nicht. Also ist es ein wichtiges Teil. Und damit natürlich auch interessant für auch ausländische Firmen zu sagen, okay, bevor ich da jetzt eine Abhängigkeit oder andersrum sogar das Risiko habe, dass dieses Teil in Zukunft nicht mehr dort bezogen werden kann, weil ich nicht weiß, was danach passiert, dass ich dann stattdessen kaufe und quasi integriere und auch das mit entsprechender Wertschätzung.

Also, ich werde immer gefragt, dreht sich dann alles anders und so weiter? Es wird anders, ganz klar. Aber so in dieses besser/schlechter kann ich es immer schlecht einsortieren. Erstens bin ich natürlich in der Zeit da, wo die Übernahme ist. Das heißt, ich kann das früher gar nicht so genau einschätzen. Das andere ist auch, wie wir alle das gerne machen: Vergangenheit wird oft sehr verklärt. Das heißt, was früher dann nicht so gut lief, das haben wir ganz schnell vergessen, weil jetzt haben wir ja ein gemeinsames Neues, über das wir reden können. Und das sind dann die Amerikaner.

Insbesondere nachdem du auch von diesem Online-Thema noch gesprochen hast, ist halt auch einfach, das wir, du ja auch, mehr Online-Angebot anbieten können. Ob das jetzt Online-Kurse sind, ob es mal Coaching-Programme sind, oder wir hatten vorhin im Vorgespräch über Mentoring gesprochen, Sparringspartner. Zu sagen, okay, du warst in der Situation schon zehn Mal, und da ist ein Geschäftsführer, der sagt, er brauche Unterstützung, und der kann dann sitzen auf der ganzen Welt, egal wo. Also, er muss natürlich so sitzen, dass man nicht, also ich finde immer nachts um drei oder so muss es dann nicht sein, je nachdem in der Zeitverschiebung und so, aber wo man dann einfach online ganz neue Möglichkeiten hat. Und auch da wieder die Chancen zu sehen, ist glaube ich ganz, ganz wichtig.

So profitieren Kunden von den Online-Angeboten der Berater

Ja, also auch weil du übers Interim an sich gesprochen hast. Und ich denke vielleicht der ein oder andere Zuhörer fragt sich, was ist denn dieses Interim überhaupt? Das habe ich schon ein paar Mal gehört und will ich vielleicht machen. Ich denke, da können wir beide sehr wertvollen Input geben, was es ist und was es vielleicht auch nicht ist. Und es ist zum Teil sehr reiseintensiv, weniger reiseintensiv aktuell. Aber es ist natürlich auch eine Herausforderung, alles, was man dann als Unternehmer, vielleicht auch als angestellter Geschäftsführer früher gewohnt war, aber plötzlich hat man nicht riesige Teams, sondern man ist selbst das Team. Und das ändert sich ja dann auch.

Bernd Ziethen : [00:18:09] Das ändert sich auch. Und die Erwartungen sind im unteren Management noch einmal höher als als Angestellter. Da gibt es so eine gewisse Eingewöhnungszeit. Aber als Interim Manager, sage ich immer, muss man nach drei Wochen ganz genau wissen, worum es geht, und wenn es komplex ist, dann nach zwei Monaten spätestens alleine schwimmen können. Und das sind sehr hohe Erwartungen. Das ist also einerseits fachlich, auf der anderen Seite aber auch, wie komme ich in der Organisation zurecht? Und wie gehe ich mit den Seilschaften und Interessengruppen um? Und wie erkenne ich die? Das sind die ganz komplexen Themen.

Es ist ja als angestellter Manager schon so, dass es da nicht auf Leistung immer hundertprozentig drauf ankommt, sondern einfach in diesem System gut zu funktionieren. Je größer das Unternehmen ist, je komplexer wird das. Und als Interim Manager ist diese Forderung auch so. Aber Leistung trotzdem. Also alles beides. Und diese Dinge muss man verstehen und erkennen. Und da kann ein Sparringspartner sehr gut helfen.

Ich bin darüber hinaus ja auch noch Mediator und Konfliktmanager und kann da vielleicht noch ein paar Einblicke geben bzw. könnte auch Konflikte online mediieren, wenn’s sein soll. Also, viele Möglichkeiten eröffnen sich dadurch, und es wird alles schneller. Ja und das finde ich gut. Gerade fürs Sparring ist es so, man hat einen Berater in Reichweite, in Telefon-Reichweite oder Facetime, so wie hier. Also das eröffnet viele Möglichkeiten.

Persönliche Treffen werden in Zeiten des Online-Business wertvoller

Judith Geiß: [00:19:56] Ich habe aktuell eine Mentee. Da habe ich heute Morgen eine Nachricht geschrieben, weil mein Termin morgen ausgefallen ist, und wir hätten unseren Termin erst am Mittwoch. Das heißt, ich habe nur kurz über WhatsApp geschrieben: passt das für dich? Ja, und jetzt treffen wir uns halt morgen. Und das Beste ist natürlich auch durch diese Flexibilität, die jetzt neu kommt. Ich muss nicht mehr noch einrechnen, sie wohnt jetzt in der Nähe, in Frankfurt, wäre nicht das Thema, aber ich brauche diese Hin- und Rückfahrt einfach auch nicht mehr.

Bernd Ziethen : [00:20:23] Frankfurt-Mannheim, das kann halt auch bewältigen zeitlich.

Judith Geiß: [00:20:26] Zeitlich genau. Aber ich sag jetzt mal, auch die persönlichen Treffen, und wir haben uns ja jetzt, glaube ich, schon vor zwei Jahren oder zweieinhalb Jahren in Hamburg getroffen. Auch das geht. Man muss es halt nur anders planen. Und für mich ist es immer mehr, dass diese persönlichen Treffen, dass man sie noch mehr wertschätzt, aber dass sie nicht mehr nur passieren, damit da jetzt jemand durch die Gegend fährt, sondern dass wirklich der optimale Nutzen dann auch, dass man sich dann zu mehreren Leuten trifft. Oder, also ich schiebe meine nächste Hamburg-Reise schon immer wieder, irgendwie immer wieder, weil ja dann hat die Kundin keine Zeit, dann ist die Kundin irgendwie weg. Also, meine aktuelle Kundin sitzt in Hamburg. Wir haben uns noch nie persönlich gesehen, nur online und voraussichtlich wird das erste und in Anführungsstrichen für das Projekt letzte Treffen sein, das ich den Laptop zurückbringen, weil ich gesagt habe, ich möchte sie wenigstens einmal persönlich treffen.

Online sind die Potenziale des Netzwerkens grenzenlos 

Bernd Ziethen : [00:21:14] Ja gut, also dann Hamburg, das wäre eine Möglichkeit. Ja, du hast vorhin über Podcast gesprochen, ich habe ja hier dein Buch. Ich durfte das ja auch lesen, “Die Übernahme-Formel”. Wann gibt es denn das auf Podcast oder auf CD, oder hast du da Pläne?

Judith Geiß: [00:21:34] Also die Pläne sind da. Wenn man den Podcast hört, hört man im Intro und Outro nicht meine Stimme, sondern die Stimme von Amazon Music, nämlich Daniela Gotta, und mit der bin ich gerade immer wieder im Gespräch, wann machen wir es denn? Weil natürlich gerade wenn ich jemanden es einsprechen lasse, und selbst wenn ich es selbst mache, natürlich ist es ein Investment, und wie wir alle wissen, es braucht ein Return on Investment. Und ich habe jetzt gerade gemerkt, wir haben ja im Mai/Juni jetzt veröffentlicht, dass es natürlich aufgrund der aktuellen Situation, sag ich jetzt mal, etwas schwerer war, das Ganze zu launchen. Also, du warst ja selbst einer der Buchpaten. Es ist einfach, man braucht dann wieder neue Ideen und auch so ein Hörbuch dann zu starten, es wird halt nicht von alleine gekauft, sondern du musst dir da gut überlegen, wie vermarktest du das? Und nur über den Podcast wird es schwierig werden. Aber wir haben schon mal vier Episoden eingesprochen damals, oder ich habe sie eingesprochen. Vier Episoden im Rahmen des Buchlaunchs, wo man schon mal so erste Ideen bekommen kann, wie die eigene persönliche Übernahme-Formel aussehen kann.

Bernd Ziethen : [00:22:35] Okay, spannend. Auch da hat ja die ganze digitale Situation, die Corona-Pandemie ihren Einfluss drauf gehabt. Aber trotzdem, für mich: Bücher gedruckt sind nach wie vor wichtig.

Judith Geiß: [00:22:49] Also, ich unterscheide da auch ganz deutlich. Also, ist es jetzt ein Fachbuch oder ist es jetzt, ich sage jetzt mal, einfach was, wo ich so zwischendurch schmöker? Für zwischendurch schmökern – absolut der Kindle. Passt für mich. Aber fürs Fachbuch, da brauche ich dann mal was, wo ich anmarkern kann, wo ich mal eine Markierung machen kann. Und ehrlicherweise ist im eigenen Buch grad noch nicht passiert. Habe ich die ganze Zeit vor. Oder nimmt man sich ja immer vor.

Und das andere ist, da halt wirklich zu sagen, okay, was hilft uns neben dem Online noch? Und ich glaube da, das haben wir eben auch schon leicht angeschnitten, ist nämlich das Netzwerk, also gerade deine Impulse dann in dem Zuge: Rede mal mit dem, nehme mal Kontakt auf mit dem. Oder dass man dann so ein Video wie jetzt macht, wo man sagt, man öffnet das eigene Netzwerk dem anderen. Wofür ich auch dankbar bin. Egal wer mich einlädt, das ist einfach wie daheim willkommen heißen. Es findet halt nur einfach online statt.

Also, für mich ist es so und wenn man da dieses Geben und Nehmen dann auch hat, dann werden dann so Entfernungen wie Mannheim-Hamburg, die sind dann einfach nicht mehr existent und es ist schön. Also der Buchpate ist in China zum Beispiel, wo man einfach sagt, okay, hättest du das früher dir denken können? Da hilft dir jemand in China beim Buchlaunch.

Judith Geiß: [00:24:01] Also ich hatte die Fantasie noch nicht mal, dass ich überhaupt mal ein Buch schreibe, geschweige denn, dass ich dann online da unterstütze. Aber da muss man sich auch wieder diese Wertigkeit oft bewusst machen. Also gerade einen Tag vor dem Buchlaunch war ich mit einer Kollegin hier aus der Nähe unterwegs. Wir waren auf dem Einkaufszentrum-Parkplatz kurz nach Lockdown. Das heißt, wir wurden mehr oder weniger aus der Gastronomie heraus gebeten um 9 Uhr. Und dann standen wir da und dann sagt sie: Stell dir mal vor, der Parkplatz ist komplett leer und jetzt diese 35 Buchpaten, die du da zusammengesammelt hast, die würden jetzt bei dir hier stehen. Überleg dir das mal und nimm dieses Gefühl morgen mit.

Und das ist halt einfach das, wo jeder von uns, ich glaube, das kann auch einfach ein Impuls für jeden, der zuhört, sein: Da draußen ist viel Netzwerk. Man muss halt, so wie ich auch dann damals, einfach darum bitten um die Unterstützung, und dann ist es egal: ist es eine Übernahme, ist es eine geänderte Lebenssituation. Es gibt so viele Möglichkeiten, die man dann ergreifen kann. Und finden wir die Veränderung immer gut? Also, ich glaube, da stimmst du mir zu, es nicht immer schön eine Veränderung, aber letztendlich was daraus entsteht, kann durchaus schön sein.

Bernd Ziethen : [00:25:08] Man kann was Gutes draus machen in vielen Fällen. Auch da kann man wieder mit einem guten Coach oder Sparringspartner viel erreichen.

Judith Geiß: [00:25:18] Ja, definitiv. Wenn wir endlich mal aufhören, so eine Veränderung dann auch als Fehler, also wieder zum Thema Fehlerkultur zurück, als Fehler zu sehen, sondern wirklich diese Chance, die dahinter steckt. Und können wir das gleich, wenn so eine Situation passiert? Also ich kann es nicht gleich. Aber dann wirklich zu sagen, okay, ich berappele mich. Ich habe jemanden, wie jetzt zum Beispiel dich, den ich anrufen kann, wo man dann einfach sich gezielt Hilfe sucht oder Halt sucht, ist vielleicht das bessere Wort. Und da, das heißt ja auch nicht, dass man gegebenenfalls jeden Tag irgendwie auf jemanden zugreifen muss. Aber wenn der Tag X ist, dann weiß man: Okay, da ist jemand, und der kann mir jetzt helfen oder der will mir auch helfen.

Bernd Ziethen : [00:25:59] Ja, das hat auch alles viel mit der Wertschätzung zu tun untereinander. Das ist schon toll. Ja, also ein super Gespräch Judith.

Judith Geiß: [00:26:07] Ich danke dir. War wieder schön. Wie gesagt, das nächste Mal live.

Bernd Ziethen : [00:26:13] Das nächste Mal machen wir es live. Ja genau. Und ich danke dir für heute. Für das Gespräch und die Einblicke und die Impulse, die du gegeben hast.

Judith Geiß: [00:26:22] Danke schön und den Zuschauern einen schönen Tag.

Bernd Ziethen : [00:26:24] Das wünschen wir denen. Tschüss!

Judith Geiß: [00:26:26] Dies war nun schon der Exkurs in das Gespräch mit Bernd Ziehten. Wie bereits eingangs erwähnt, finden Sie beide Teile auf seinem YouTube-Kanal. Ich wünsche Ihnen jetzt einen wunderschönen Tag und freue mich, wenn Sie beim nächsten Mal wieder einschalten.

Outro: [00:26:26] Buchen Sie jetzt ein Mentoring mit Judith Geiß. Egal ob als Mitarbeiter, Führungskraft oder Team, in einem individuell auf Sie zugeschnittenen Mentoring erhalten Sie wertvolle Tipps und Hinweise, wie Sie sicher durch die Zeiten der Veränderung kommen. Schauen Sie vorbei auf www.thebridge-online.com/mentoring. Den Link finden Sie auch in den Shownotes.

 

 

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