Erfolgsfaktor Unternehmenskultur in der Post-Merger-Integration.

Kulturschock in der Post-Merger-Integration – So bereiten Sie sich auf Ihre Kollegen im Mutterkonzern richtig vor.

Für alle, die lieber hören statt lesen, hier der Podcast-Player:

 
Willkommen zur vierten Folge rund um mein Buch „Die Übernahme-Formel“, das bei Springer Gabler erschienen ist. Durch die Lektüre wissen Sie inzwischen ja: Sie sollten die Post-Merger-Integration nicht auf die lange Bank schieben, sondern schnell ins Handeln kommen. Daher gebe ich hier immer wieder Tipps, die Sie einfach umsetzen können. Heute ist mein Thema „Kultur ist nicht nur ein Freizeitvergnügen“

Kultur prägt unser Lebensgefühl

Ich habe sie vermisst – die Konzerte und Lesungen, Theater, Kinobesuche und Ausstellungen. Durch den Verlust während der Pandemie habe ich noch deutlicher als zuvor gespürt, wie sehr Kultur mein Lebensgefühl beeinflusst.

Das, was wir normalerweise unter Kultur verstehen, ragt positiv aus unserem Alltag heraus. Es ist etwas Besonderes, Inspirierendes, manchmal auch Provozierendes. Selbst bei der Esskultur denken wir nicht an unsere üblichen Mahlzeiten, sondern an herausragende Gerichte – so als wäre Kultur nur etwas für ganz besondere Zeiten und nicht Teil unseres ganz alltäglichen Lebens.

Wundert es Sie da, dass wir uns mit einer Vorstellung von Unternehmenskultur so schwer tun? Was ist das eigentlich? Und warum ist sie nach einer US-amerikanischen Übernahme so wichtig, ja oft sogar erfolgsentscheidend?

Warum Sie vieles nicht persönlich nehmen sollten

Ganz einfach: Amerikaner ticken anders als wir! Trotz ihrer ebenfalls westlich geprägten Kultur gibt es jede Menge Unterschiede, die in der Post-Merger-Integration zu Missverständnissen und Konflikten führen. Und das betrifft Sie als Mitarbeiter in einem Unternehmen, das von einem US-amerikanischen Konzern übernommen wurde.

Ihre neuen Kollegen in den USA gehen anders miteinander um als Sie es aus Ihrer Firma gewohnt sind. Sie mögen freundlich auftreten, doch sie sind von klaren Zielvorgaben getrieben. Das Erfüllen ihrer Vorgaben ist für sie ein Muss. Deshalb kann es beispielsweise zu Beginn der Post-Merger-Integration vorkommen, dass Ihre neuen Kollegen Anfragen gleich an mehrere Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen verschicken. Warum? Es ist ihr Job, zuverlässig dafür zu sorgen, dass bestimmte Informationen zügig vorliegen. Ob damit mehrere Personen in Ihrem Unternehmen beschäftigt werden, ob das Vorgehen für Sie effizient ist – das ist nicht deren Problem. Es zählt alleine das Ergebnis.

Deshalb lautet mein Tipp an Sie: Nehmen Sie es nicht persönlich! Benennen Sie stattdessen für Ihren Aufgabenbereich einen verbindlichen Ansprechpartner. Sorgen Sie dafür, dass die Anfragen über diese Person schnell beantwortet werden. Wer sich im Hintergrund um die Beschaffung der Informationen kümmert, das bestimmen dann Sie und Ihr Team.

Sehen Sie hier den Trailer zum Buch:

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Perfekt kommt niemand durch die Post-Merger-Integration

Betrachten wir ein weiteres Beispiel. In vielen US-amerikanischen Unternehmen gilt im Grundsatz „Better done than perfect“. Passt das zum Anspruch an Perfektion in Ihrer Abteilung?  Und was wird bisher in Ihrem Unternehmen erwartet?

Für viele Mitarbeiter und Führungskräfte in Deutschland ist es noch ein Problem, erst einmal zu starten und dann bei Bedarf nachzubessern.

„Fail fast“, lautet hingegen das Motto in Amerika. Das bedeutet: Es wird gehandelt, umgehend genau kontrolliert und wenn etwas nicht funktioniert, wird es aufgegeben oder verändert. Die erforderliche Qualität ergibt sich im Prozess, während wir versuchen, schon möglichst perfekt zu starten.

Aus diesen verschiedenen Herangehensweisen können sich sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber ergeben, wie viel Zeit für eine Aufgabe zur Verfügung stehen sollte. Sie merken: Zündstoff gibt es genug.

Mein Tipp: Überprüfen Sie Ihre Messlatte. Wenn Termine knapp gesetzt sind, überlegen Sie, wie Sie schnell zu vertretbaren Ergebnissen gelangen. Denn in meiner Praxis hat sich gezeigt: Es lohnt sich nur selten, Energie in das Aushandeln einer späteren Deadline zu investieren.

Unternehmenskultur ist das, was scheinbar so selbstverständlich ist

Kommen wir zurück zu der Frage: Kultur im Unternehmen, was ist das eigentlich? Es ist genau das, was fast automatisch passiert und scheinbar so selbstverständlich ist. Die Art wie wir denken, reden und handeln. Und weil sich die Kultur in unserem Unternehmen über Jahre eingespielt hat, denken wir kaum noch darüber nach.

Nach einer Übernahme haben Sie es nun aber mit Menschen zu tun, für die unsere Art fremd ist. Und für uns ist deren Handeln keineswegs immer logisch und nachvollziehbar. Sie ahnen es jetzt: Es treffen Welten aufeinander.

Genau das ist der Grund, warum wir bei the Bridge –Consulting & Training nicht nur Sprachtrainings anbieten, sondern uns immer zusätzlich um die US-amerikanische Kultur in Unternehmen kümmern. Denn nach einem solchen Training verstehen Sie nicht nur die Worte, sondern auch das, was alles damit gemeint ist.

Nehmen auch Sie sich Zeit dafür, sich mit der Unternehmens- und Arbeitskultur in Ihrem neuen Mutterkonzern zu befassen. Das erspart Ihnen manches unangenehme Fettnäpfchen und Konflikte. So verstanden trägt Kultur auch im Rahmen einer Übernahme zu dem bei, was sie mir in der Freizeit bringt: Zu einem deutlich besseren Lebensgefühl.

Damit es Ihnen während der Post-Merger-Integration persönlich gut geht, habe ich ein spezielles Programm entwickelt: mein Mentoring mit der Übernahme-Formel. Dabei begleite ich Sie persönlich und unterstütze Sie ganz individuell bei Ihren Herausforderungen.

Ihre Übernahme-Mentorin Judith Geiß

Community für die Leserinnen und Leser: https://www.linkedin.com/groups/9046283/

 

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