Heute freue ich mich, Karin Cvrtila von Tila Digital begrüßen zu dürfen. Wir sprechen heute über das Thema: Selbstmanagement & wie Sie Ihr tägliches Chaos meistern.

Wie finden Sie sich im regelmäßigen Alltags-Wahnsinn zurecht? Wir freuen uns auf Ihr Feedback! Nähere Infos zum Thema Selbstmanagement und zu Karin Cvartila finden Sie unter www.tiladigital.com/blog

 

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Transpript der Talk-Folge:

00:00:03.650 – Judith Geiß
Hallo und herzlich willkommen zum heutigen The Bridge Talk ich spreche heute mit der lieben Karin Cvrtila über das Thema: Selbstmanagement und wie sie ihr tägliches Chaos meistern. Aber zunächst mal Karin möchtest dich vielleicht mal kurz vorstellen.

00:00:19.000 – Karin Cvrtila
Hallo liebe Judith, danke für die Einladung und das Gespräch heute. Ja, mein Name ist Karin Cvrtila von Tila Digital. Ich beschäftige mich mit Themen rund um: Wie kann ich mein Unternehmen effizienter gestalten? Welche Tools brauche ich dafür? Also alles, was wir quasi brauchen auf unserem Weg in die digitale Zukunft.

00:00:42.390 – Judith Geiß
Vielen Dank! Und zwar wir hatten ebe schon mal ein kurzes Vorgespräch, da waren wir schon in dem täglichen Chaos, was man so hat, was man im ersten Moment denkt, was man nicht so beherrschen kann. Also z.B. die E-Mails. Ich hab dir gerade erzählt, obwohl ich heute morgen was anderes auf dem Schirm hatte, ging es dann doch erst in die Emails. Ich denke, das kennst du sicherlich aus deiner täglichen Arbeit, dass die Kunden dir das erzählen.

00:01:04.950 – Karin Cvrtila
Ja, von den Kunden und von mir selber auch. Ich gestehe, ich glaube, da sind wir alle ähnlich gestrickt. Natürlich, es weiß jeder, glaube ich ja, dass man nicht mit den E-Mails gleich zu Beginn des Tages beginnen sollte. Aber dennoch. Ja, kennen wir, glaube ich alle die Situation. E-Mails poppen auf. Und man denkt sich? Es ist wahnsinnig wichtig. Und dann ist man schon im E-Mai Account drin. Und dann bleibt es eben nicht.Vielleicht bei dieser einen meinetwegen wichtigen E-Mail, sondern dann werden alle schön durchgeschaut und die Stunden fließen nur so dahin. Ja, definitiv. Also was mir da auch mittlerweile bei vielen Kollegen und so auffällt, auch bei Kunden. Man hat irgendwie so viele Tools, die Benachrichtigungen geben. Also wenn man an sein Handy denkt oder dann beim natürlich E-Mail-Account und so weiter. Was rätst du denn da? Also pauschal sagen alles ausschalten, oder?

00:02:10.770 – Karin Cvrtila
Das wäre im Prinzip die beste Lösung. Alles ausschalten. Das muss man aber auch durchhalten. Also es hängt schon von der Person selbst ab. Entweder ich schalte es wirklich konsequent alles aus und schaue halt eben nur bewusst ab und so hinein. Aber wenn wir ehrlich sind die wenigsten schaffen das dann die ganze Zeit ein Herumgetippse ist auch nicht das Wahre.

00:02:38.380
Also ich schlage eigentlich eher vor, dass man es eingeschaltet lässt, wenn man dazu tendiert, aber dann wirklich konsequent sich Zeit nimmt, wo man fokussiert auf sich, auf eine Sache konzentriert. Und eigentlich und das hat dann viel mit der Struktur des eigenen Tages zu tun, sollten wir ja in der Früh eigentlich immer damit beginnen, was wirklich heute das Wichtigste für uns. Ist, welche Aufgabe wir auf jeden Fall erledigen müssen. Alles andere. Da sind dann noch E Mails kommen erst später e und dazu kommen natürlich auch um die sich gab das Thema E-Mail auch sehr präsent an, dass man sich immer Pufferzeiten einfach einrechnen sollte. Das heißt, wir planen glaube ich alle unsere Tage mit viel zu vielen Aufgaben und stopfen den Tag voll. Und es ist aber Tatsache fast jeden Tag eigentlich so, dass immer wieder auch neue Aufgaben hinzukommen, mit denen wir ihn gar nicht gerechnet haben. Und diese Pufferzeiten brauchen wir dann.

00:03:51.660 – Judith Geiß
Genau. Also es ist definitiv so. Insbesondere bei meinen Kunden ist es ja so, dass sie, sag ich jetzt mal nach einer Übernahme relativ viel Anforderungen aus USA kriegen und da erlebe ich halt oft, dass die Kollegen dann morgens das Mailfach aufmachen und dann ist es halt erstmal voll. Klar, die Kollegen haben auch gearbeitet, während wir schon Feierabend hatten. Und dann ist es meist so, dass die Kollegen dann ganz hektisch werden und versuchen alles irgendwie zu beantworten, wobei ich dann denke. Naja, der andere schläft halt bis heut Mittag. Bis dahin. Also ich muss natürlich vielleicht so einen ersten Screen machen. So mach ich das wirklich gerne und versuche dann auch wirklich einzuhalten sagen okay, was muss ich gegebenenfalls hier jemand anderem schicken? Weil dem kann ich halt nicht um 3 schreiben. Ich brauche das um halb vier, wenn ich das morgens schon in der Inbox hatte und dass man sich darüber dann strukturiert und sagt: Okay! Was muss ich wirklich selber machen? Gerade für die Führungskräfte nach einer Übernahme sehr wichtig. Was muss ich delegieren? Wie muss ich die Zeiten vorgeben und vor allem auch da wieder den Puffer einrechnen? Für mich, dass ich die Zeit habe, wenn ich dann sage Okay, ich brauche alles bis um 2 das ich es um 3 dann wegschicken kann oder ähnliches, wo man dann definitiv sagen kann Okay, was brauche ich eigentlich, um diese ganze Kette mit nochmal vielleicht drüber gucken und so weiter auch einhalten zu können?

00:05:03.450 – Karin Cvrtila
Ja sicher, andere sieht aber auch den Vorteil, wenn man mit amerikanischen Unternehmen zusammenarbeitet. Hat man doch automatisch durch die Zeitverschiebung eine andere. Also hat man mehr Zeit einfach, wie du sagst. Wenn ich in der Früh eine Mail aus den USA erhalte, dann weiß ich, dass muss ich jetzt nicht sofort auf der Stelle beantworten. Weil Sie schlafen noch. Hat also auch seine Vorteile.

00:05:40.910 – Karin Cvrtila
Definitiv. Aber da kann man schon gut planen. Aber prinzipiell heißt es eigentlich bei E-Mails, dass man sie nur wirklich eimal in die Hand nehmen sollte. Das heißt, wenn man sie einmal durchschaut, schnell und kurz und sehr schnell entscheiden muss das A ich selber bearbeiten. B muss das jemand anderer bearbeiten. Dann natürlich sofort weiterleiten oder sind es Mails, die ich jedoch wirklich schnell einmal beantworten kann. Manchmal sieht es ja auch so ganz kurze Fragen. Die zwei Minuten Regel oder 5 Minuten Regel man kann sich die nehmen wie man will. Ja das man die gleich mal los wird, damit einfach auch das Postfach nicht übergeht.

00:06:30.110 – Karin Cvrtila
Also ich glaub was da wirklich die Herausforderung oft ist es halt sozusagen meine Kollegen in USA dann erwachen oder dann starten zu arbeiten und man in Deutschland also ich denke jetzt mal an die Frühaufsteher, aber ich selber dazugehöre. Das heißt, man ist schon halb gedanklich im Feierabend dann wachen die anderen auf auch da denke ich ist es dann wirklich zu sagen: Hey, das ist halt nun mal so. Auch für die beginnt ein neuer Tag. Aber für uns sag ich jetzt mal, gehts dann Richtung Ende. Wie auch immer, je nachdem, wann man morgens angefangen hat und dann halt auch wirklich zu sagen okay. Also ich erlebe es oft. Dann gehen dann E-Mails hin und her, die beide Seiten werden saurer, wo ich dann immer sage ich verstehe gar nicht, warum wir nicht einfach Meeting einstellt, damit ihr das halt miteinander klärt. Ja, E-Mail ist schneller, sagsage ich naja, wenn ich jetzt also wenn man dann irgendwann mal CC ist, also z.B. auch ein interessantes Thema, denk ich mal. Ist es dann immer so, dass ich denke, jetzt habt ihr 10 mal hin und her geschrieben in der Zeit hättet ihr doch kurz mal telefoniert oder ähnliches. Da kommen dann andere Ängste wegen der Sprache dazu. Ist schon klar. Aber auch das ist nochmal ein Thema zu sagen. Ist denn das Medium E-Mail genau das Geeignete, um das zu klären, was ich da klären will?

00:07:37.640 – Karin Cvrtila
Eben genau das ist der springende Punkt. Es wird dir dann dieses E-Mail Ping-Pong gespielt, genauso wie du es beschrieben hast mit 10 mal E-Mails hin und her, was man vielleicht in einem kurzen Telefongespräch ganz schnell klären hätte können und die Sache wäre erledigt gewesen. Und so poppt es immer wieder auf und man es nicht verschleudert viele Stunden. Also es geht schon darum, den Umgang um so auch wenn man selbst mit E-Mails umgeht, der genau auch diese Unart. Ich weiß nicht an 20 Leute noch in Kopie zu setzen, die in Wirklichkeit nichts damit zu tun haben. Also das ist das eine. Also wirklich würde ich zur Zurückhaltung aufrufen. Es muss nicht jeder dann jede E-Mail mitbekommen und es ist einfach auch irgendwo eine Unart. Noch schlimmer sind natürlich diese Blind Copy Adressen, wo dann noch über hundert Leute drin stehen und dass der andere nicht einmal sieht. Genauso auch, dass man beispielsweise auch das gehört irgendwie zur ich sag jetzt mal E-Mail Disziplin dazu, dass man auch die Betreffzeile entsprechend benennt. Und zwar so, dass sich der andere gleich auskennt. Worum geht es? Um nicht so entweder gar nichts reinschreiben oder auch so.. Frage gestellt. Also Frage nur hinschreiben oder so. Weil man findet diese Mail dann auch wieder schwer und tut sich selbst und auch dem Gegenüber keinen Gefallen.

00:09:28.560 – Judith Geiß
Also was ich da sehr interessant fand. Ich hatte mal wirklich eine E-Mail, die sich so durch das Unternehmen beschränkt hat und die hieß ursprünglich mal Mittagessen. Da wollten sich zwei aufs Mittagessen oder mir erklären wir mal kurz und ich bin dann auch ganz schnell, je nachdem was ich da habhabe. Als ich dann sag ich jetzt den Betreff, weil ich werde sicherlich, wenn ich dieses Thema suche, nicht nach Mittagessen suchen, weil für mich das in erster Linie nix zusammenhängt und dann ist es auch so. Also ich bin immer wieder überrascht, wie viele Mitarbeiter mir einfach auch in den Gesprächen erzählen. Ich weiß gar nicht was mein Chef bekommen will an E-Mails. Also wo die Führungskräfte definitiv nichts sagen. Was will ich bekommen, was will ich nicht? Ich habe bei einem Kunden im Abschluss ( im ersten Abschlussmonat 150 E-Mails bekommen. Ich hatte keine Ahnung, was ich mit diesen E-Mails machen soll. Sind sie wichtig für mich? Sind sie nicht wichtig für mich? Ich habe jede einzelne E-Mail beantwortet. Ersten Monat geht es immer noch. Beantewortet und gefragt: Warum bekomme ich diese Mail? Was erwarten Sie von mir? Und im Endeffekt waren 90-95 Prozent der E-Mails die Vorgängerin auf der Position wollte es so und deshalb bekommen sie das auch. Weil der Name ist ja immer so, der Name geistert schneller im Unternehmen. Da hat man dann nicht richtig das Onboarding. Schwuppdiwupp ist man schon auf sämtlichen Verteiler und da deshalb auch immer mein Rat für die Führungskräfte oder ich mach dann am Anfang sozusagen vornehmlich, erklärt mir mal, warum ich da drauf bin. Wenn das öfters vorkommt in den Meetings, dann sagen: So und so möchte ich das. Und natürlich denkt sich da jemand was dabei. Ich will es auch nicht negativ immer darstellen, aber für mich ist es keine Art, wie ich kommunizieren will. Ich möchte ddann z.B. сс. sein, wenn es wirklich brennt oder? Das ist dann auch immer ganz schön, wenn ein CC ist und eigentlich was tun soll. Und für mich ist CCS nehme ich zur Kenntnis, wenn ich Zeit habe.

00:11:25.310
Ein Kunde von mir hat es ganz toll gemacht über eine Regel im Outlook, ddie dann gesagt hat CC Mails in Ordner CC. Wenn ich Zeit habe, gucke ich rein, sonst erwartet keine Antwort von mir. Also auch dieses was bedeutet CC sein, heißt nicht, dass ich irgendwie ganz unten am Ende der Mail eine Aufgabe bekomme, weil dann wäre ich halt eben nicht in der CC Zeile

00:11:48.710 – Karin Cvrtila
Richtig. Also ohne eine klare Benennung an in der CC Zeile und in wen ich wirklich adressieren muss immer gegeben sein und genauso sind es Führungskräfte sin im Prinzip denke ich immer diejenigen, die es vorleben. Das heißt hier auch klare Regeln zu schaffen. Ich glaube auch, dass viel zu viel über E-Mails diskutiert wird oder abgehandelt wird, das im Grunde nichts mit in Emails zu suchen hat. Dafür gibt es andere Tools. Das heißt, ich brauche nicht über alle Projekte in E-Mails diskutieren. Da gibt es Projektmanagement Tools, die man auch gemeinsam verwenden kann und wo die Führungskraft beispielsweise genau sieht ja ok, Projekt XYZ, solange steht jetzt an dem und dem Punkt das ist erledigt, das ist noch zu tun und von wem sie es zu tun. Das ist die eine Geschichte, die andere Geschichte, das, was du vorher hat. Sie wird diese Mittagessens. E-Mails kenne ich auch. Das gehört an und für sich in irgendein anderes Tool, was intern nur zwischen den Mitarbeitern, also irgendeine Art Messenger Dienst verwendet wird. Dort, wo man solche Dinge hinein. Und wenn man das eingerichtet hat, hat man dann auch automatisch schon mal weniger Emails?

00:13:24.980 – Judith Geiß
Genau. Wobei man dann wieder aufpassen muss. Also ich hatte bei einem Kunden Sametime, also quasi der Messenger von Lotus Notes und plötzlich stehst du da und weiß nicht mehr wo hast du diese Info her, findest sie nicht in der Mail, weil sie eben zweckentfremdet über Sametime gelaufen war und dann wirklich das nachzuvollziehen ist genauso schwierig. Das heißt, egal welche Tools auch dazu kommen, dass man klare Regeln schafft, was mit diesen Tools ist und dann halt auch selber.

00:13:53.650 – Judith Geiß
Ich meine man ist ja versucht hast du das uund das schon fertig oder sowas? Wo ich dann denke in der Zeit vielleicht mal kurz anrufen oder grad beim Messenger finde ich immer. Also wenn jemand auauch die Stati richtig pflegt. Ich bin jetzt im Meeting, dann erwarte ich halt einfach keine Antwort. Ist auch okay. Wenn er jetzt Meeting hat, dann kümmere ich mich halt um was anderes, um erwartet. Also dieser Klassiker, wenn das Ping Pong läuft, dass man eigentlich auf die Antwort wartet und irgendwie aber gar nicht mehr konzentriert an Alternative arbeiten kann.

00:14:20.360
Und ich glaube, ein Thema, was man da auch nicht vergessen sollte, ist einfach, dieses E-Mail-Programm optimal zu nutzen. Also Nachverfolgung einzurichten, Aufgaben einzurichten, vielleicht Aufgaben im Team zu zuweisen. Und ich hab jetzt ganz neu für mich entdeckt, dass es in Outlook auch Notizen gibt, weil ich glaube, das kennt auch jeder. Man hat dann irgendwie tausend Zettel, die man dann irgendwie aufschreibt und dann sucht man es. Und natürlich sucht man sich, wenn man daheim ist, weil da weiß man er liegt da, aber man bräuchte jetzt vielleicht, sag ich jetzt mal online irgendwo. Also ich glaube, das ist auch nochmal ein Thema.

00:14:55.040 – Karin Cvrtila
Ja, das ist ein ganz wichtiger Punkt, dass im Grunde der größte Vorteil der digitalen Tools im Prinzip ist. Das ich die Zettelwirtschaft quasi loswerde. Dann nicht mehr am Bildschirm tausend post-Its kleben. Und ich bin unterwegs und habe jetzt leider die Telefonnummer, die ich gerade bräuchte, eben nicht mit mir. Die liegt zu Hause. Das wird das dann immer mithaben. Generell ist es aber so, da gibt es ja hunderttausend verschiedene Tools. Ich rate aber immer dazu. Wobei ich natürlich sage verwende bitte digitale Tools. Ja, eben genau aus diesen Gründen und allerdings verwende so wenig wie möglich. Sonst hast du genau dasselbe Chaos, was du halt sonst auf dem Schreibtisch hast. Nur oft auf digitale Weise und findest erst recht nicht, und das sollte nicht Sinn und Zweck sein. Selbst für ein Tool entscheiden. Das kann durchaus auch manchmal das E-Mail-Programm sein. Was eben oft eben auch Aufgaben dabei hat, Notizen etcetera und ansonsten sich ein anderes Tool suchen. Wo ich wirklich sage, hier kommen alle meine Informationen mal als erstes hinein. Also so eine Art digitaler Eingangsportal, wenn man so will. Ja, aber ein Ort und nicht mehr genau.

00:16:24.320 – Judith Geiß
Also ich glaube, das ist nochmal ganz wichtig und ich glaube, wir hatten anfänglich auch schon mal angedeutet. Das wichtigste bei allem ist halt so digital wie wir heute sind. Einfach dran zu denken, die Dinge auch mal wirklich auszuschalten. Also jetzt kommt der Sommer und dann kommen auch wieder die Schnappschüsse von irgendwelchen Pools ,Stränden, wie dann jeder irgendwie entweder mit dem Laptop da sitzt oder mit dem Handy und so. Oder die erste Frage nicht ist, wo ist der Pool? Sondern wie ist das WLAN Kennwort? Habe ich dir vorhin auch ein bisschen erzählt von meinem Südafrika Urlaub einfach auch sich das in Anführungsstrichen das Recht rauszunehmen. Ich bin jetzt im Urlaub, das vorher auch entsprechend so zu kommunizieren und dann halt auch wirklich weg zu sein.

00:17:08.280 – Karin Cvrtila
Ja. auch schon unter dem Schlagwort Digital Detox? Also so wie eine Kur schaffen nicht alle, muss man auch sagen, dass man jetzt wirklich konsequent da wirklich. Hut ab! Judith.

00:17:30.150 – Judith Geiß
Das schaffe ich auch nicht immer.

00:17:30.320 – Karin Cvrtila
Aber das du das gemacht hast, dass das schaffen wirklich die wenigsten. Aber wenn man es nicht schafft. Ich gehöre auch zur Fraktion. Ich schaffe es nicht. Aber sich dann trotzdem zumindest am Fixe Zeiten zu Fuß zu geben und sagen Okay, einmal am Tag oder alle zwei Tage schaue ich mal hinein. Und das war es dann also schon auch bewusst dieses Ausschalten. Sonst macht im Urlaub im Endeffekt kein sind ja aber auch da die klare Kommunikation.

00:18:05.850 – Judith Geiß
Weil das Problem ist natürlich, wenn du anfängst laufend zu kommunizieren und hörst dann im Urlaub plötzlich wieder auf zu kommunizieren. Da weiß man nicht, was ist jetzt. Und das gibt durchaus Ärger. Nennen wir es mal so! Also das finden alle dann irgendwie nicht mehr so cool. Da denk plötzlich keiner mehr dran, weil die erste Mail heißt noch: Ich weiß sie sind noch ininm Urlaub. Ich erwarte auch keine Antwort. Und bei den anderen kommt irgendwann. Ja, jetzt warte schon eine halbe Stunde. Es kommt immer noch keine Antwort. Na und? Dann eskalieren ja da auch Dinge hoch, die nicht eskalieren müssen. Und ich hab gerade vor kurzem mit einer Kundin das Thema auch gehabt. Da ging es dann drum. Ja, sie will aber das Firmenhandy mitnehmen. Und dann habhabe ich gesagt Dann sei dir aber auch bewusst, was du tust. Also sie hat dann klar zwei, drei Leute, die dann die private Handynummer hatten, die dann sagen konnten SOS. Also ich habe mit meiner Assistentin auch so quasi bei uns heißt glaube ich Emergency oder sowas. Wenn irgendwas Dringendes ist, dann schickt es mir das oder ich schicke dir das. Also das ist unser wirklich das Wort, wo man sagt Okay, jetzt alles liegen und stehen lassen, weil es kommt ein also ich glaube, ich hab schon sie einmal benutzt und mir arbeiten drei Jahre zusammen. Ja, wo man dann sagt, auch dafür klare Regeln zu haben. Und ich glaube, diese Klarheit und die Strukturiertheit Strukturiertheit dann auch festzuhalten, egal was halt gerade in Deutschland los ist.

00:19:18.390 – Karin Cvrtila
Ich glaube, da ist wirklich eine klare Kommunikation, wie bei so vielen Dinge hier entscheidend und das gehört eigentlich zur Urlaubsvorbereitung eigentlich auch schon dazu. Und sich auch beispielsweise einen Ordner anzulegen mit also wenn man schon Mails liest im Urlaub wo eben alle wichtigen Mails, die im Urlaub kommen nur in diesen Urlaubsordner hineinkommen. Und wo man weiß, das ist jetzt nicht dringend, das kann ich mir später auch nochmal anschauen und hier auch dann von Anfang an zu kommunizieren.Passt auf, ich bin jetzt auf Urlaub im Notfall. Aber auch diese Notfälle muss man definieren. Manchmal. Bin ich erreichbar oder eben auch nicht. Da muss jeder für seine Variante entscheiden und am besten ist wirklich für Führungskräfte, dass sie hier die Assistenz eigentlich darauf schulen. Und nur diese quasi dann weiter kommuniziert. Jetzt ist es dringend und alles andere irgendwo auch ein wenig abwärts.

00:20:33.920 – Judith Geiß
Ja, also ich glaube, dass es mir dann auch das Wichtigste und dann haben alle Beteiligten auch mehr vom Urlaub. Und wie gesagt, für mich sind die Bilder total erschreckend, die man dann wirklich sieht. Oder? Also ich sage jetzt mal so schön auch Urlaubsbilder sind und so! Aber ich habe mir zum Beispiel letztes Jahr wirklich eine Digitalkamera gekauft, weil ich gesagt hab, die Ausrede Ja, ich brauche sie als Handy, weil ich jetzt eine Kamera brauche, also vielleicht manchmal auch die erinnern. Bevor wir so digital waren, ging es auch. Da hat man dann, also kann ich mich noch erinnern, früher meine ersten Urlaube, wo man sich dann das Kleingeld wirklich an der Telefonzelle und dann nach einem angerufen hat. Ich meine, da wollen wir nicht hin zurück. Das ist ganz klar. Aber sich einfach nochmal überlegen. Früher ging es auch. Mir hilft das immer irgendwie zu sagen. Also wie wichtig kann ich denn sein? Und sich selbst nicht so wichtig zu nehmen, dass es mal zwei Wochen nicht ohne einen geht.

00:21:22.150 – Karin Cvrtila
Richtig. Und es wird niemand auf Urlaub fahren. Ja, so quasi hinter mir die Sintflut. Sondern man wird darauf schauen. Oder sollte man zumindest, dass die Projekte, an denen man arbeitet, entweder abgeschlossen sind oder für die nächsten zwei Wochen, die ich auf Urlaub bin, in klaren Bahnen geregelt sind, das heißt, dass ich mich rausnehmen kann und muss?

00:21:48.560 – Judith Geiß
Ja, also ich habe das auch immer wieder festgestellt, dass Leute dann auf Urlaub waren, die haben nicht mal eine Abwesenheitnotiz drin. Also was soll der andere denn dann verstehen? Und in Deutschland gibt’s mittlerweile einige große Unternehmen, die sagen Okay, du hast da eine Abwesenheitnotiz drin. Hier werden die Mails auch nicht zugestellt in der Zeit oder ich glaube, ich habe sogar von einem Beispiel gelesen, der kriegt dann der Absender. Ja, der ist von da an in Urlaub, wenn es bis dahin noch wichtig ist, schickt bitte nochmal. Also das finde ich schon sehr krass. Aber auch da gilt klare Kommunikation. Und was jetzt vielleicht heute dringend ist, wenn ich in drei Wochen zurückkomme, ist dann nicht mehr so dringend. Und wenn wir bei diesem Thema sind, rate ich dazu, früher abwesend zu sein, als man wirklich abwesend ist, weil so der Klassiker ich weiß, der andere geht in Urlaub und knalle ihm jetzt nochmal den Schreibtisch voll hatten wir alle schon wirklich zu sagen. Okay. Die letzten zwei Tage Abwesenheitsnotiz ist drin. Die Leute wissen, ich bin da in Urlaub. Ich bereite mich dann auf den Urlaub vor, nehme mir die Zeit, die Abstimmung mit den Kollegen, weil so passiert es sehr oft. Ich muss dann irgendwie tausend Sachen machen, kann dann keine Übergabe an den Kollegen machen, dann geht’s nicht weiter.

00:22:55.780 – Karin Cvrtila
Richtig, diese Übergaben sind extrem wichtig für das Um und Auf. Im Grunde ja. Und eigentlich sollte man das dann. Also wenn man diese Abwesenheitnotiz einstellt schon vorm Urlaub auch noch bitte ein, zwei Tage nach dem Urlaub, damit man dann wirklich die Zeit hat und sich nimmt. Man muss es sich sowieso nehmen, um eben diese Mails, die in der Zwischenzeit aufgekommen sind bzw. Aufgaben abarbeiten zu können oder zumindest um sich einen Überblick zu verschaffen. Das hilft ja schon öfter mal..

00:23:31.410 – Judith Geiß
Genau. Also ich mache es oft an, so dass ich die Emails beantworte und aber noch nicht wegschicke, weil du natürlich dann anfängst, sie wegzuschicken. Dann kommen halt auch die Antworten darauf wieder, wo man dann wirklich sagt Nimm dir da die Zeit, bereite die Sachen vor. Oder wenn du dann siehst von Meier Schulze wie auch immer, hab ich 20 E-Mails. Dann sag ich halt Okay. Ich bin jetzt zurück. Können wir mal durch deine E-Mails gehen oder ähnliches? Aber ich glaube, das ist auch, was wir jetzt versuchen. Hier auch darzustellen ist natürlich die optimale Welt. Also wir wissen, da kommt, wie man so schön immer sagt Leben ist das, was passiert, während du anderes planst. Also auch da ich bin da nicht fehlerfrei. Auch ich schaue zwischendurch dann mal rein oder antworte dann doch mal. Oder vor lauter geht die Mail dann raus. Also das gehört irgendwie dazu. Aber es sollte halt nicht dazu gehören, dass der Urlaub irgendwie sich wie Arbeit anfühlt oder man das Gefühl hat jetzt arbeit. Ich halt nicht 10 Stunden, sondern acht. Also ich glaube, dass der erste Schritt eigentlich der ist, dass man sich überhaupt einmal dieses Themas bewusst wird und sich wirklich für sich selber überlegt Was will ich?

00:24:47.370 – Karin Cvrtila
Und wie könnte es funktionieren? Und wenn man dann darüber nachdenkt und alles andere kommt dann nach und nach.

00:24:54.570 – Judith Geiß
Und ich glaube, gerade gerade als Führungskraft ist es ja auch meine Aufgabe meiner Meinung nach auch sich sozusagen um die Mitarbeiter auch zu kümmern ist ja meine Aufgabe.. Und dann zu sagen Das erwarte ich von euch. Ich möchte, dass ihr erholt aus dem Urlaub rauskommt und natürlich klar, wenn ich jetzt Müller Meier, die genau diese Themen machen, dann muss ich halt als Führungskraft auch mal sagen, es tut mir leid.

00:25:18.710 – Karin Cvrtila
Ist es da, dieses Projekt, des Kollegen. Der kommt dann und dann wieder. Ich kann Ihnen halt in dem Moment nur soweit helfen, aber auch das immer wieder dran erinnern. Das ging alles mal. Und auch als Führungskraft dann gegenüber den Mitarbeitern, den eigenen auch genau so handeln. Also auch wieder als Vorbild vorangehen und auch nicht die Mitarbeiter dann im Urlaub selbst mit Mails bombardieren wird auch so oder jenes, oder?Keine Ahnung. IrgendwIe diese Dinge versuchen vorher zu klären.

00:25:54.360 – Judith Geiß
So dann würde ich sagen vielen lieben Dank. Ich glaube, das war für unsere Zuschauer Zuhörer. Wie auch immer. Sicherlich sehr interessant. Und dann bleibt eigentlich noch, dir jetzt natürlich einen schönen Urlaub zu wünschen. Ich werde dann auch starten in den Urlaub. Zumindest mal für eine Woche also von dem mit gutem Beispiel vorangehen. Das heißt, die Tage sind noch ein bisschen voll mit Planung nachher, aber es hat mich sehr gefreut und vielen Dank.

00:26:20.270
Danke dir, Judith.

 

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