Im heutigen the Bridge Talk begrüsse ich Dr. Katrin Hiller und spreche mit ihr über das Thema : Zufriedene Mitarbeiter und was Sie dafür tun können.

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Transkript der Talk-Folge:

[00:02] – Judith Geiß
Herzlich willkommen zum heutigen Bridge Talk. Heute die Folge 6 und zwar geht es mit meinem Gast, Katrin Hiller heute um das Thema: Zufriedene Mitarbeiter und was sie dafür tun können. Herzlich willkommen Katrin

[00:15] – Dr. Katrin Hiller
Hallo Judith!

[00:18] – Judith Geiß
Vielleicht möchtest du dich zunächst vorstellen, weil wir kennen uns schon ein bisschen länger. Aber vielleicht möchtest du jetzt einfach mal ich vorstellen?

[00:28] – Dr. Katrin Hiller
Gerne. Ich komme aus der Nähe von Stuttgart und unterstütze als Coach die Inhaber von Steuerkanzleien dabei, ein Team engagierter Mitarbeiter zu bilden.

[00:45] – Judith Geiß
Und ich gehe davon aus, dass es mit Sicherheit auch einhergeht mit dem Thema des Fachkräftemangels, der überall momentan in aller Munde mittlerweile ist.

[00:54] – Dr. Katrin Hiller
Ja, genau und gerade auch bei Steuerkanzleien. Ich habe selbst 10 Jahre als Steuerberaterin gearbeitet bei PWC und auch da beobachtet, das immer neue Mitarbeiter gesucht wurden und die Fluktuation recht hoch war. Und ich sehe jetzt auch bei kleineren Steuerkanzleien, das alle auf der Suche nach Mitarbeitern sind und das oft gewechselt wird und alle letztendlich suchen alle suchen.

[01:21] – Judith Geiß
Letztendlich ist dies auch der Grund, warum ich dich eingeladen habe. Es geht meinen Kunden auch so. Ich glaube ich habe noch nie so viele offene Stellen bei Kunden von mir gehabt wie aktuell. Und eines meiner Themen ist immer, dass ich eigentlich versuche rüberzubringen, dass man vielleicht besser die Mitarbeiter, die man hat, gut investiert in vielerlei Form, dass die nämlich so zufrieden sind, dass sie erst gar nicht wechseln wollen. Und genau deshalb haben wir gesagt. Wir sprechen heute zu diesem Thema. Also was kann ich dafür tun, dass meine Mitarbeiter zufrieden sind, weil sie zufrieden sind, im Zweifel auch gerne im Netzwerk sagen. Hey, ich arbeite dort und dort, das macht mir total viel Spaß. Team funktioniert und dann sozusagen die Besten besser sind als jede Werbeanzeige.

[02:08] – Dr. Katrin Hiller
Also mein Ansatz basiert da vor allem auf meiner eigenen Erfahrung. Als ich bei PWC war, habe ich da viel mehr angeschaut, was wird gemacht, damit die Mitarbeiter zufriedener sind und letztendlich dann bleiben. Und ich habe für mich dann irgendwann festgestellt, dass es eigentlich vor allem wichtig ist, auch zu kommunizieren, warum ein Unternehmen eigentlich macht, was es macht. Also das war bei PWC irgendwie im Jahr 2014, als die dann angefangen haben, über ihren Unternehmenszweck einfach zu sprechen. Da habe ich gemerkt, dass es das war, was mir bisher immer so gefehlt hat. Es haben sich zwar alle so auch auf die Tätigkeit konzentriert, was zu machen ist, aber dieses Okay, warum machen wir das? Was war mir eigentlich bei deinen Mandanten oder eben auch bei deinen Kunden? Ich meine also bei den Kunden jeweils bewirken? Das macht so einen Unterschied. Dieses, dass die Arbeitgeber, die Unternehmer drüber sprechen. Warum tun sie, was sie tun und was wollen sie letztendlich bei ihren Kunden bewirken? Und ich finde, wenn man sich darüber klar ist und das kommuniziert, dann ermöglicht man es den Mitarbeitern auch, sich damit zu verbinden und einfach zu erkennen. Okay, darauf kommt es an. Das es ist dem Unternehmen wichtig, dafür gibt es uns. Das wollen wir bei unseren Kunden bewirken und das ist so eine spezielle Verbindung. Also wenn man das schafft, das herzustellen, dass Mitarbeiter sich im Unternehmen so verbunden fühlen, dann sind sie auch so zufrieden, dass sie eigentlich bleiben wollen und nicht wechseln wollen.

[03:53] – Judith Geiß
Letztendlich auch die Loyalität zum Unternehmen selbst. Was ich jetzt klassischerweise sehr oft aus dem familienintern Lebensumfeld, wo wirklich Generationen in ein und demselben Unternehmen arbeiten. Da denkt man gar nicht mehr so drüber nach, weil da war das, Vater war der Opa und jetzt gehe ich da natürlich auch hin. Aber letztendlich gerade die Unternehmen, um die es da teilweise geht, die vielleicht jetzt nicht schon in seeit sag ich es mal Jahrzehnten den Familienhand sind, die müssen natürlich ganz anders nochmal darstellen. Warum tun wir das, warum wir das Tun, oder? Für mich ist es da auch immer wichtig, auch in der Aufgabe selber mal zu erklären, warum tun wir das und nicht einfach sagen Ja, ich brauche jetzt das und das. Manchmal hilft es halt einfach nur mal zu erklären: Warum brauche ich das jetzt? Oder auch die Mitarbeiter dabei anzuleiten. Also wenn ich jetzt sag, ich brauche jetzt ABC von dir, das brauche ich aus dem und dem Grund. Und meine Empfehlung an dich: Du musst es nicht alleine machen. Vielleicht kann dir der Kollege noch helfen. Läuft viel besser als eine E-Mail. Ich brauche das und das und fertig. Also da ist halt auch viel Kommunikation, weil ich weiß nicht wie oft du deinen Chef immer so gesehen hast zu PWC Zeiten?

[05:05] – Dr. Katrin Hiller
Ja, gesehen eigentlich schon, aber es wird und wird doch viel wirklich nur darüber gesprochen. Mach das, mach das und jeder erledigt seine Aufgaben und ich meine Empfehlung ist schon auch, sich bewusst zu machen: Was ist der Unternehmenszweck? Was will man bewirken und das letztendlich als so ein Beurteilungsmaßstab auch im ganz normalen Zusammenarbeitenden zu verwenden.

[05:29] – Dr. Katrin Hiller
So wie du gesagt hast, es steht eine Tätigkeit an, okay. Warum machen wir das? Wie? Was bewirkt es meinem bei dem Kunden? Oder auch wenn eine Entscheidung ansteht, dass man sich einfach fragt: Okay und welche Entscheidung unterstützt jetzt letztendlich eher unseren Unternehmenszweck und das macht es für die die Mitarbeiter letztendlich viel greifbarer und sie wissen einfach, wofür sie es tun und das entfaltet so eine Motivation und dadurch dann aber eben auch wieder eine Zufriedenheit bei den Mitarbeitern. Also dass ich das nur empfehlen kann.

[06:08] – Judith Geiß
Also ich hör halt auch so. Ihr muss die Leute halt richtig bezahlen, da machen die schon alles. Und ich glaube halt einfach auch, dass dies vielleicht sogar mittlerweile überholt ist. Über Geld kann ich halt nicht unbedingt immer die Zufriedenheit der Mitarbeiter sage ich jetzt mal steigern, weil ich gehe einfach oder auch dein Modell geht davon aus, dass ich meiner Mitarbeiter faire Entlohnung und auch ein guter Arbeitgeber bin. Und dann hilft halt mehr Geld einfach nicht, weil auch dieser Erfolg mit mehr Geld und diese Steigerung ist dann halt kurzfristig. Was du anstrebst. Auch mit deiner Dienstleistung ist sehr langfristig auch zufriedene Mitarbeiter zu haben, die dann auch gerne für mich weiterhin arbeiten.

[06:51] – Dr. Katrin Hiller
Ja genau. Also ich denke auch so, sobald es anfing, dass man nur noch ums übers Geld redet mit den Mitarbeitern, dann ist eigentlich. Irgendetwas dann doch nicht in Ordnung? Man sagt dann es ist so eine Art Schmerzensgeld, aber letztendlich so ist es, dass man doch den für Mitarbeiter, die sich dem Unternehmenszweck nicht wirklich verbunden fühlen und die darin dann einfach keinen Sinn erkennen. Die brauchen dann letztendlich auch mehr Gehalt. Dann ist aber wiederum die Frage ob sie in dem Unternehmen dann auch tatsächlich richtig sind. Weil wenn jemand seine Arbeit zu Erfüllung findet bei einem Unternehmen, dass er das einfach mitträgt und für wichtig hält, Welche Leistung an den Kunden erbringt, dann reicht ein angemessenes Gehalt und dann wird nur übers Geld geredet.

[07:44] – Judith Geiß
Also das hatte ich auch im Freundeskreis. Sehr interessant auch, dass du das so ansprichst, war halt wirklich der Punkt. Auch dem Unternehmen geht’s vielleicht mal nicht immer nur gut. Und da geht es halt auch drum: Man hatte Kapazitäten aufgebaut, nenne ich es jetzt mal mit Maschinen und so weiter. Und dann kamen die Aufträge, aber nicht ganz so, wie man geplant hat. Und dann hat eigentlich die Belegschaft gemeinsam dran gearbeitet, dass es trotzdem gemeinsam weitergehen kann. Und jeder hat ein bisschen zurückgeschraubt. Und ich meine damit nicht dieses Zurückschrauben, das teilweise die großen Konzerne machen und dann heißt verzichte darauf, verzichte darauf, sondern da kam es viel auch aus der Belegschaft, auch ohne Betriebsrat usw. Wenn man einfach gesagt hat, es ist das Unternehmen, für das ich arbeite, für das ihn also wirklich auch positiv gesagt mein Herz schlägt und ich will da weiter bleiben und mir ist es dann wichtig und da war das Geld natürlich. Jeder muss seine Kosten tragen und so weiter. Aber da der Arbeitgeber einfach. Viel seinen Mitarbeitern in ganz vielen verschiedenen Dingen mitgegeben hat, ob es jetzt regelmäßig Festivitäten ist, ob es einfach ein schönes Präsent zum Geburtstag ist oder einfach die tägliche Wertschätzung wieder dem Mitarbeiter gegenübergetreten wird. War dann viel mehr wert als letztendlich dann das Gehalt. Also zum Weitererzählen, zu dem Thema. Es wurde natürlich nach dieser Durststrecke nicht so wie bei vielen Jahren. Wenn es uns wieder besser geht, dann stocken wir wieder auf. Es wurde da dann auch wirklich wieder erhöht und denen geht es besser denn je. Aber auch da. Das war ok. Wir wissen, warum wir das Tun. Wir wollen alle mitwachsen. Wir auch als Mitarbeiter wollen mitwachsen und deshalb hat man diese Lösung dann auch gemeinsam getragen.

[09:18] – Dr. Katrin Hiller
Genau von daher schon, weil wir am Anfang gesagt haben, dass es auch so viele Stellenanzeigen gibt. Wichtig ist natürlich, dass man einfach die passenden Mitarbeiter hat und letztendlich die passenden Mitarbeiter anzieht. Und das funktioniert meines Erachtens nur darüber, wenn man sich als Unternehmen auch zeigt. Auch in den Stellenanzeigen und dadurch den Menschen oder den potentiellen Mitarbeitern auch, die die Chance gibt, für sich dies abzugleichen. Ist es eigentlich, dass das Unternehmen so wie du gesagt hast, für das mein Herz schlägt? Verfolgt es einen Zweck, der mir wirklich so wichtig ist, dass ich da unbedingt arbeiten möchte? Und wenn man dann über diese Stellenanzeigen die Menschen anzieht, dann kann es eben auch so sein, wie du beschrieben hast, dass wenn es dem Unternehmen dann mal nicht so gut geht, dass die Belegschaft das dann mitträgt.

[10:11] – Judith Geiß
Also ich, wie es auch bei dir ist. Aber ich stell halt auch fest, dass diese Auswahlverfahren also Personalauswahlverfahren wie es dann immer heißt: Also alles was nach der Stellenanzeige kommt, dass dieses viel viel länger dauert als zu den Zeiten, als ich z.B. noch Stellen gesucht habe, also vor meiner Selbstständigkeit, wo ich dann auch sagen. Da werden die Leute auf Herz und Nieren hoch und runter und was weiß ich geprüft. Und dann dieser Test auch und der Kollege muss noch kennenlernen und der ganz viele Stufen einbaut, dass man dabei fast vergisst oder irgendwie gar nicht drüber nachdenkt. Das halt einfach, weil der Prozess halt über eine gewisse Zeit dauert und verschiedene Stufen hat das dann der beste Mitarbeiter, also der kann noch so gut sein einfach dann sagt Okay, nee, also die sind sich ja nicht einig und reicht es nicht, wenn da zwei Leute mit mir reden? Also ich weiß wieviel, sodass diese ganzen langen Auswahlprozess führen den wirklich so zu besseren Mitarbeitern am Ende?

[11:08] – Dr. Katrin Hiller
Also in die Länge empfinde ich jetzt tatsächlich nicht ganz so entscheidend, sondern wichtig finde ich wirklich erst einmal überhaupt die passenden anzuziehen. Je unspezifischer so eine Stellenanzeige ist und gut, ich finde, Stellenanzeigen sind oftmals sehr spezifisch bei dem was wird gefordert. Was soll der der neue Mitarbeiter können? Aber ich finde, es wird oft vernachlässigt, dass man schon vorher dadurch selektieren kann, dass man sich als Unternehmen so präsentiert, wie man tatsächlich ist, um dann auch wirklich die Mitarbeiter einfach anzuziehen, die auch passen. Also selbst auf das Risiko hin, dass sich dann weniger bewerben. Aber wenn das dann die sind, die wirklich zu dem Unternehmen passen und da dann mitgehen und denen dieser Unternehmenszweck wirklich wichtig ist, dann erspart man sich eben viel Mühe auch später in den Auswahlprozess. Und letztendlich.

[12:07] – Judith Geiß
Weil ich es halt wirklich bei meinen Kunden, dass es immer länger dauert, irgendjemanden in irgendeiner Zentrale formuliert, dann die Beschreibungen passen teilweise halt nicht. Oder dann merkt man auch an dem Bewerber mit ihnen im Gespräch sitzt, dass sie gar nicht so verstanden haben. Was macht das Unternehmen oder was macht das Kundenunternehmen in meinem Fall dann auch. Und. Dann in den Gesprächen stellt sich dann halt auch raus, wo er eigentlich im Gespräch dann festgestellt wird Nee, also das wollte ich eigentlich nicht. Nein, das habe ich mir anders vorgestellt. Je nachdem, wie man das dann fühlt. Und das wird ja dann auch nicht besser, sage ich jetzt mal in Richtung dann, wenn man dann gemeinsam startet, Probezeit und so weiter. Was ich schon in der Vergangenheit immer toll fand, war einfach mal durch die Räume zu gehen. Na, mögliche Kollegen einfach mal schon mal vertraut zu machen, um einfach so einen Eindruck oder einfach mal zu sagen Hey, so ist es bei uns. Und auch wenn es wie’s bei meinen Kunden zum Teil auch Veränderungssituationen ist zu sagen: So ist es. Und dann im Umkehrschluss, was wir auch schon gemacht haben halt auch Bewerbern zu sagen. Nachdem was sie uns jetzt berichtet haben, glauben wir z.B. auch nicht, dass sie hier reinpassen, weil der Klassiker: Ich war 25 Jahre in einem Unternehmen. Ich liebe es, wenn alles jeden Tag gleich ist und er kommt dann in der Veränderung, sieht auch Situationen wie z.B. nach einem Verkauf. Da tut man im Zweifel dem Kollegen natürlich keinen Gefallen, wenn man das sagt: Herzlich willkommen bei uns im Team, wo man dann auch sagen muss, es geht dann weit darüber hinaus und dann das man natürlich konsequent verfolgt, was man vorher auch gesagt hatte.

[13:41] – Dr. Katrin Hiller
Genau. Also einfach das Augenmerk schon bei der Einstellung darauf zu legen, dass man einfach die passenden Mitarbeiter anzieht und passend eben wirklich, dass die Mitarbeiter sich damit verbinden können mit dem, was das Unternehmen tut. Das hilft dann auch im Weiteren ganz viel.

[13:59] – Judith Geiß
Genau, Also ich sage jetzt mal mit Mannheim, dann fällt mir natürlich immer Mercedes ein. Also ich arbeite bei Mercedes und eine ganz andere. Oder wenn mir wirklich auch jemand, der so klassisch beim Autobauer gearbeitet hat. Ja und die Türen habe ich immer eingebaut, oder? Na, wo man da einfach einen ganz anderen Stolz oder einen ganz anderen Bezug nochmal hat. Und das würden wir sicherlich all denjenigen, die uns jetzt zu hören wünschen, einfach die richtigen Mitarbeiter mit dem richtigen Background, natürlich auch Ausbildung usw.

[14:29] – Judith Geiß
anzuziehen. Aber letztendlich mit dem Ziel, dass alle zufrieden sind, nämlich sie mit ihren Mitarbeitern als auch den Mitarbeitern in dem Unternehmen. Und dann freue ich mich, wenn unser The Bridge Talk ein bisschen dazu beigetragen hat, vielleicht wieder über das ein oder andere nachzudenken und freue mich auf das nächste Mal dir liebe Kathrin.

[14:48] – Dr. Katrin Hiller
Vielen Dank gerne.

 

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